Traumjob Ernährungsberater! Wie hoch ist das Gehalt?

Arsanis Ernaehrungsberater

Der Job des Ernährungsberaters ist heute gefragter denn je. Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen gesünderen Lebensstil, zu dem eine bewusste Ernährung schlichtweg dazu gehört. Der Anteil an Personen steigt, die an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden. In diesem Fall ist ebenfalls die Unterstützung eines Ernährungsberaters erforderlich. Im Gegenzug gibt es aber auch immer mehr Menschen, die an Übergewicht leiden. Deshalb mangelt es Ernährungsberatern auch nicht an potentiellem Klientel.

Verhandlungsspielraum für Honorarkräfte

Wer deshalb mit einer Ausbildung zum Ernährungsberater seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte, hat auf dem heutigen Arbeitsmarkt gute Chancen. Allerdings ist das Einkommensniveau nicht überall gleich verteilt. Durchschnittlich verdienen Ernährungsberater zwar ein Bruttogehalt von rund 2.100 Euro pro Monat. Allerdings ergeben sich durch Faktoren wie den Einsatzort sowie Spezialisierungsoptionen große Unterschiede hinsichtlich des Verdienstes. Eine ausschlaggebende Rolle spielt hierbei die berufliche Vorbildung. Wer sich für eine freiberufliche Ausübung des Berufs entscheidet, kann die Höhe des Gehalts zudem selbst beeinflussen. Außerdem sind zahlreiche Ernährungsberater ebenfalls als Honorarkräfte tätig. Damit steht es diesen Branchenvertretern frei, die Höhe des Lohns individuell zu vereinbaren.

Eklatante Gehaltsunterschiede zwischen den Bundesländern

Eine wichtige Komponente für die Höhe des Lohns ist das Bundesland, in dem die Ernährungsspezialisten tätig sind. Der Unterschied zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern ist nicht von der Hand zu weisen. Die Zahlen sprechen für sich. Folgende Auflistung gibt einen Überblick darüber, mit welchen durchschnittlichen Gehältern Ernährungsberater in etwa rechnen können:

  1. Baden-Württemberg: Durchschnittsgehalt 1.750 Euro
  2. Bayern: Durchschnittsgehalt 2.700 Euro
  3. Berlin: Durchschnittsgehalt 1.500 Euro
  4. Brandenburg: Durchschnittsgehalt 1.400 Euro
  5. Bremen: Durchschnittsgehalt 1.750 Euro
  6. Hamburg: Durchschnittsgehalt 1.500 Euro
  7. Hessen: Durchschnittsgehalt 1.800 Euro
  8. Mecklenburg-Vorpommern: Durchschnittsgehalt 1.500 Euro
  9. Niedersachsen: Durchschnittsgehalt 3.600 Euro
  10. Nordrhein-Westfalen: Durchschnittsgehalt 2.100 Euro
  11. Rheinland-Pfalz: Durchschnittsgehalt 2.000 Euro
  12. Saarland: Durchschnittsgehalt 2.000 Euro
  13. Sachsen: Durchschnittsgehalt 1.950 Euro
  14. Sachsen-Anhalt: Durchschnittsgehalt 1.550 Euro
  15. Schleswig-Holstein: Durchschnittsgehalt 1.850 Euro
  16. Thüringen: Durchschnittsgehalt 1.600 Euro

Dieser Auflistung zufolge können Ernährungsberater in Brandenburg mit dem geringsten und in Niedersachsen mit dem höchsten Durchschnittsgehalt rechnen. Weitere Abweichungen bestehen bei ähnlichen Berufsbildern, deren Inhalte sich partiell mit denen eines Ernährungsberaters überschneiden. Da Ernährungsspezialisten aus einer großen Vielfalt an Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten schöpfen, wirkt sich die dadurch erworbene Expertise auch 1:1 auf die Höhe des Gehalts aus. Deshalb sollten Diätassistenten ein durchschnittliches Einkommen von etwa 1.800 Euro pro Monat einplanen. Diesem Beruf stehen Berufe wie der Fachwirt für Gesundheits- und Sozialwesen oder Ernährungswissenschaftler gegenüber, deren Branchenvertreter durchschnittlich höhere Einkünfte als Ernährungsberater erzielen. Allerdings bedürfen diese Jobs auch einer umfassenderen Ausbildung, zum Teil sogar eines Studiums.

Geringere Gehälter für Frauen

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Berufserfahrung, welche die Höhe des Gehalts für Ernährungsspezialisten maßgeblich beeinflusst. Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht zwischen den Geschlechtern. Deshalb verdienen Ernährungsberaterinnen durchschnittlich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Besonders eklatant ist der Unterschied beim Durchschnittsgehalt von Berufseinsteigern. Während Männer ohne Berufserfahrung rund 2.500 Euro monatlich auf ihrem Konto verbuchen, müssen Frauen mit rund 1.000 Euro weniger vorliebnehmen. Diese Beträge passen sich bei Gehältern mit Berufserfahrung bei Frauen mit ungefähr 3.500 sowie Männer mit etwa 4.000 Euro jedoch an. Durch spezifische Komponenten können insbesondere selbständige Ernährungsberater das Gehalt zusätzlich beeinflussen. Punkte wie der Arbeitsumfang, die Art der Behandlung oder der Standort des Arbeitsplatzes wirken sich schließlich maßgeblich auf die Einnahmen aus.

Den Nettolohn mit steuerlichen Vergünstigungen steigern

Welche Nettobeträge letztendlich vom Bruttolohn übrig bleiben, hängt wiederum von individuellen Umständen ab. Die jeweilige Einstufung in die Steuerklasse oder der Familienstand spielen hierbei eine wichtige Rolle. Außerdem wirkt sich die Art der Krankenversicherung auf die Höhe des Nettogehalts aus. Wer seinen Nettoverdienst allerdings etwas steigern möchte, kann einige Aufwendungen auch von der Steuer absetzen. Können Ernährungsberater beispielsweise Kosten für ein Arbeitszimmer, für Büro- und Arbeitsmaterialien oder berufliche Fortbildungen geltend machen, wirken sich diese Aspekte positiv auf die Finanzen aus. Ob die Aus- oder Weiterbildung zum Ernährungsberater in Anbetracht der Gehaltshöhe im Einzelfall in Betracht kommt, muss deshalb jeder für sich selbst entscheiden.