HPP-Prüfung nicht bestanden – was tun?

Ein negatives Prüfungsergebnis ist erst einmal belastend – das gehört dazu und darf auch so sein. Aber Durchfallen ist kein endgültiges Scheitern. Viele angehende Heilpraktiker für Psychotherapie bestehen nicht beim ersten Versuch, und das sagt wenig über ihre spätere Eignung aus. Entscheidend ist, was jetzt kommt: das Ergebnis ruhig auszuwerten und die Vorbereitung gezielt anzupassen, statt einfach „mehr vom Gleichen“ zu tun.

Erst einmal: Nicht bestanden heißt nicht ungeeignet

Die Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie wird von vielen unterschätzt. Sie ist anspruchsvoll – besonders im mündlichen Teil, wo es nicht nur um Wissen, sondern um strukturiertes Denken unter Druck geht. Ein Nichtbestehen bedeutet nicht automatisch, dass jemand für den Beruf ungeeignet ist. Es bedeutet zunächst nur: An einer bestimmten Stelle hat die Vorbereitung noch nicht gereicht. Genau das gilt es ehrlich herauszufinden – ohne sich selbst kleinzureden, aber auch ohne die Sache zu beschönigen.

Schriftlich nicht bestanden: Was kann die Ursache sein?

Beim schriftlichen Teil liegen die Ursachen häufig in der Lernmethode:

  • zu wenig systematisches Lernen
  • Wissenslücken in Diagnostik, ICD, Gesetzeskunde oder Notfällen
  • Prüfungsfragen zu schnell gelesen
  • Unsicherheit bei Ausschlussdiagnosen
  • fehlendes Training mit Multiple-Choice-Fragen
  • zu wenig Wiederholung

Mündlich nicht bestanden: Die häufigsten Gründe

Im mündlichen Teil scheitert es selten am reinen Wissen, sondern meist an der Struktur:

  • zu wenig Struktur in der Antwort
  • keine klare Differentialdiagnostik
  • Suizidalität bzw. Eigengefährdung nicht abgefragt
  • rechtliche Grenzen nicht benannt
  • zu viel Therapiegespräch statt Prüfungssprache
  • Nervosität oder Blackout
  • fehlende Fallstruktur

Wie Sie den nächsten Versuch vorbereiten

Ein zweiter Anlauf gelingt am besten mit einem klaren Plan:

  1. Prüfungsprotokoll oder Erinnerung möglichst zeitnah sichern.
  2. Schwachstellen ehrlich notieren.
  3. Lücken fachlich sortieren.
  4. einen realistischen Lernplan erstellen.
  5. mündliche Antworten laut üben.
  6. Fallbeispiele trainieren.
  7. den HPP-Prüfungsnavigator und den HPP-Prüfungssimulator nutzen.
  8. eine Beratung suchen, wenn unklar ist, wie es weitergeht.

Warum gezielte Nachbereitung wichtiger ist als einfach „nochmal lernen“

Wer nur mehr lernt, aber nicht anders lernt, wiederholt oft dieselben Fehler. Wenn im mündlichen Teil die Struktur gefehlt hat, hilft zusätzliches Faktenwissen wenig – dann braucht es Übung im strukturierten Antworten. Der zweite Versuch verdient deshalb eine klare Strategie, die genau dort ansetzt, wo es beim ersten Mal gehakt hat.

Wie ARSANIS beim nächsten Versuch unterstützen kann

ARSANIS bereitet strukturiert und prüfungsnah vor: mit Fallarbeit, mündlicher Prüfungssimulation, strukturierten Antwortmodellen und dem Feedback erfahrener Dozentinnen und Dozenten. Die Ausbildung ist als HPP Online-Ausbildung und in Präsenz in Wuppertal, Köln, Essen und Aachen möglich. Welcher Weg für einen zweiten Versuch am besten passt, lässt sich in der kostenlosen Beratung klären.

Strukturiert auf die HPP-Prüfung vorbereiten

Sie möchten sich strukturiert auf die HPP-Prüfung vorbereiten? In der kostenlosen Beratung klären wir gemeinsam, ob die HPP-Ausbildung online oder in Präsenz besser zu Ihrer Situation passt.

Häufige Fragen zum Nichtbestehen der HPP-Prüfung

Kann ich die HPP-Prüfung wiederholen?

In der Regel ja. Die Überprüfung kann grundsätzlich wiederholt werden. Die genauen Bedingungen – etwa Fristen und der nächste Prüfungstermin – legt das zuständige Gesundheitsamt fest und sollten dort erfragt werden.

Wie oft darf man die HPP-Prüfung wiederholen?

Eine bundesweit einheitliche Obergrenze gibt es nicht. Wie oft und unter welchen Voraussetzungen eine Wiederholung möglich ist, regelt das jeweilige Gesundheitsamt – fragen Sie die konkreten Modalitäten dort nach.

Was sollte ich direkt nach dem Nichtbestehen tun?

Sichern Sie Ihre Erinnerung an die Prüfung möglichst zeitnah, notieren Sie ehrlich die Schwachstellen und sortieren Sie die Lücken fachlich. So entsteht die Grundlage für einen gezielten zweiten Versuch.

Warum scheitern viele an der mündlichen HPP-Prüfung?

Oft nicht am Wissen, sondern an fehlender Struktur: keine klare Differentialdiagnostik, Suizidalität nicht abgefragt, rechtliche Grenzen nicht benannt oder zu viel Therapiegespräch statt Prüfungssprache.

Wie unterstützt ARSANIS bei der erneuten Vorbereitung?

Durch strukturierte Prüfungsvorbereitung, Fallarbeit, mündliche Simulation, Prüfungsnavigator und Prüfungssimulator – online oder in Präsenz – sowie eine persönliche Beratung, um den passenden Weg zu finden.