Heilpraktiker für Psychotherapie oder Psychologischer Psychotherapeut – der Unterschied
Beide können im psychotherapeutischen Bereich tätig sein – jedoch auf unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen und mit unterschiedlichen Befugnissen. Wer überlegt, in die Psychotherapie einzusteigen, sollte den Unterschied kennen. Dieser Beitrag stellt beide gegenüber.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Zwei unterschiedliche Qualifikationen
Der Psychologische Psychotherapeut ist ein akademischer Heilberuf: Er setzt ein einschlägiges Studium und eine anschließende, staatlich geregelte Ausbildung mit Approbation voraus. Der Heilpraktiker für Psychotherapie erlangt dagegen eine sektorale Heilpraktikererlaubnis über die Überprüfung beim Gesundheitsamt – ohne Studium, aber begrenzt auf das Gebiet der Psychotherapie.
Ausbildung und Zugang
Der Weg zum Psychologischen Psychotherapeuten ist lang und akademisch: Studium plus Approbationsausbildung. Der Weg zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist offener und berufsbegleitend möglich – ein Studium ist nicht erforderlich. Genau das macht ihn für viele attraktiv, die sich beruflich neu orientieren oder einen bestehenden Beruf erweitern möchten.
Was jeweils erlaubt ist
Der Psychologische Psychotherapeut verfügt über die volle psychotherapeutische Heilkunde und kann – mit entsprechender Zulassung – in der Regel auch mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Der Heilpraktiker für Psychotherapie darf im Rahmen der erteilten sektoralen Heilpraktikererlaubnis psychotherapeutisch tätig werden, in der Regel auf Selbstzahler- bzw. Privatbasis. Die Behandlung körperlicher Erkrankungen oder eine medikamentöse Behandlung gehört nicht dazu.
Welcher Weg passt zu wem?
Wer den klassischen, kassenfinanzierten Weg mit Approbation anstrebt, kommt um Studium und Approbationsausbildung nicht herum. Wer ohne Studium eigenverantwortlich psychotherapeutisch arbeiten möchte – etwa in eigener Praxis auf Selbstzahlerbasis oder ergänzend zu einem bestehenden Beruf –, für den ist die HPP-Ausbildung ein realistischer und deutlich zugänglicherer Weg.
Wie ARSANIS auf den HPP-Weg vorbereitet
ARSANIS begleitet den HPP-Weg strukturiert und praxisnah: mit Live-Unterricht in kleinen Gruppen, online als Live-Webinar oder in Präsenz an einem Standort in NRW, und mit Prüfungsvorbereitung von Anfang an. Die Ausbildung umfasst 150 Unterrichtseinheiten in 12 Modulen und kostet 3.090 € (gesamt) bzw. 12 zinsfreie Monatsraten à 257,50 €. Ob der Weg zu Ihrer Situation passt, klären wir gern in der kostenlosen Beratung.
Häufige Fragen (FAQ)
Worin unterscheiden sich HPP und Psychologischer Psychotherapeut?
Der Psychologische Psychotherapeut ist ein akademischer Heilberuf mit Studium und Approbation und kann in der Regel mit den Krankenkassen abrechnen. Der Heilpraktiker für Psychotherapie erlangt eine sektorale Erlaubnis über das Gesundheitsamt – ohne Studium, begrenzt auf das Gebiet der Psychotherapie und meist auf Selbstzahlerbasis.
Brauche ich für die HPP-Ausbildung ein Studium?
Nein. Im Gegensatz zum Weg über Approbation ist für die HPP-Ausbildung kein Psychologiestudium erforderlich. Sie ist berufsbegleitend möglich.
Kann ein Heilpraktiker für Psychotherapie mit der Krankenkasse abrechnen?
In der Regel nicht. Die HPP-Tätigkeit wird üblicherweise auf Selbstzahler- bzw. Privatbasis ausgeübt. Die Abrechnung mit den gesetzlichen Kassen ist typischerweise dem approbierten Weg vorbehalten.
Wer erteilt die HPP-Erlaubnis?
Die Überprüfung wird vom zuständigen Gesundheitsamt durchgeführt, und die behördliche Erlaubnis wird von der zuständigen Behörde erteilt – nicht von der Schule.
Was kostet die HPP-Ausbildung bei ARSANIS?
3.090 € als Gesamtpreis oder 12 zinsfreie Monatsraten à 257,50 € – online oder in Präsenz.



