Die Prüfung zum kleinen Heilpraktiker erfolgreich absolvieren: Tipps und Tricks

Möchten Sie in Deutschland als Heilpraktiker für Psychotherapie praktizieren, müssen Sie vor dem Gesundheitsamt eine mündliche und schriftliche Prüfung ablegen. Damit Sie für diese Tests zugelassen werden, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise sollten Sie mindestens 25 Jahre alt sein und körperlich sowie geistig für diesen Job geeignet sein. Doch zusätzlich zu diesen Formalitäten bedarf es weit mehr, um die Prüfung zu bestehen. Ihr persönliches Ziel: Sie müssen den schriftlichen und mündlichen Prüfungsteil erfolgreich absolvieren.

An den schriftlichen Teil schließt sich die mündliche Prüfung an

Der schriftliche Teil dauert etwa eine Stunde. Sie erhalten 28 Multiple-Choice-Aufgaben, von denen Sie mindestens 75 Prozent erfolgreich bestanden haben müssen. Das Resultat dieser Prüfung wird Ihnen erfahrungsgemäß ein bis zwei Wochen nach dem Test mitgeteilt. Haben Sie die magische Grenze von 75 Prozent erreicht, werden Sie automatisch zur mündlichen Prüfung zugelassen. Hier müssen Sie sich noch einmal für 45 Minuten dem Prüfungskomitee stellen, um ihr Können zu beweisen. Die Durchfallquote ist mit 60 bis 70 Prozent relativ hoch. Allerdings dürfen Sie die Prüfung theoretisch unbegrenzt wiederholen. Damit Sie dieses Risiko minimieren, empfehlen wir Ihnen folgende Tipps.

Hohe Anforderungen an die Prüflinge

Im World Wide Web müssen Sie nicht lange suchen, um Multiple Choice Fragen für die Prüfungsthemen zu finden. Allerdings ist davon abzuraten, diese Fragen einfach auswendig zu lernen und dann auf ein gutes Prüfungsergebnis zu hoffen. Insbesondere in der mündlichen Prüfung kontrollieren Amtsärzte die Prüfungskandidaten auf Herz und Nieren. Schnell erkennen die Experten, ob Sie sich intensiv mit der Marterie befasst haben und über das richtige Wissen für eine verantwortungsvolle Behandlung psychisch kranker Menschen verfügen. Hierbei fließen unter anderem Kenntnisse über die derzeitige Gesetzeslage sowie schwerwiegende psychische Erkrankungen ein.

Praktische Erfahrungen sind hilfreich

Insbesondere aus diesem Grund sehen es viele prüfende Amtsärzte gern, wenn Sie bereits ein Praktikum oder eine psychotherapeutische Ausbildung nachweisen können. Auf diese Weise stellen Prüfungskandidaten sicher, schon einmal mit Patienten mit schwierigen psychiatrischen Krankheitsbildern in Kontakt gewesen zu sein. Doch dieser Nachweis ist noch längst nicht alles. Möchten Sie die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie erfolgreich abschließen, sollen Sie deren Vorbereitung keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. In der Praxis hat sich ein frühzeitiger Vorbereitungs-Beginn bewährt, der zahlreiche Vorteile bietet. Einerseits haben Sie bei einem frühzeitigen Lernbeginn genügend Zeit, um den Lernstoff regelmäßig zu wiederholen. Zudem haben Sie dadurch die Gelegenheit, tieferes Verständniswissen zu erwerben – beste Voraussetzungen, um sicher und gut vorbereitet in die Prüfung zu starten.

Durch Fallbeispiele lernen

Da der Umgang mit Fallbeispielen in Vorbereitung auf die mündliche Prüfung besonders wichtig ist, sollten Sie diesen Buchtipp beherzigen. Die Rede ist von “Heilpraktiker für Psychotherapie mündliche Prüfung – 350 Fallgeschichten, 52 Prüfungsprotokolle” von Rudolf Schneider. Generell sind Sie gut beraten, sich regelmäßig mit Fallbeispielen zu befassen. Dadurch ergänzen Sie Ihr theoretisches Know-How durch Einblicke in die psychotherapeutische Arbeit. Von klassischen Diagnosen über die Differenzialdiagnose bis hin zum Therapieziel und Behandlungsplan – Informationen über all diese Schritte sichern Ihnen den Weg zu einer erfolgreichen Prüfung.

Verschiedene Lernmethoden ausprobieren

Es ist auch kein Geheimnis, dass es natürlich verschiedene Lerntypen gibt. Dennoch profitiert jeder angehende Prüfling von der Methode, bei der Wahl der Lernarten auf Abwechslung zu setzen. Wer die Lerninhalte auf unterschiedliche Art und Weise aufnimmt, kann seine Konzentration und das Gedächtnis immer wieder durch neue Möglichkeiten stimulieren. Beispielsweise hat es sich bewährt, Mindmaps zu zeichnen und die kleinen Zettel an allen vorstellbaren Ecken im eigenen Zuhause anzubringen. Darüber hinaus führen aber auch Taktiken zum Erfolg, mit denen Sie den Lernstoff laut vorsagen oder vor anderen Menschen kleine Präsentationen halten. Diese Strategien nehmen nicht nur die Aufregung auf die bevorstehenden Prüfungen zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Durch diese Methoden werden automatisch mehr Gehirnbereiche miteinander vernetzt – dieser Effekt hilft in Prüfungssituationen dabei, das Wissen bei Bedarf abzurufen.

Stressfrei lernen

Auch wenn es leichter gesagt als getan ist, trägt Stress natürlich nicht unbedingt zu einer guten Lernatmosphäre bei. Andererseits benötigen viele Menschen in der Prüfungsphase ein wenig Druck, um zu geistigen Höchstleistungen aufzulaufen. Entspannungstechniken helfen dabei, vor dem Lernen zur Ruhe zu finden und dadurch seinen Geist für die Lerninhalte zu öffnen. Ob durch Meditation, Sport oder Musik, die Wahl der Methode ist jedem einzelnen selbst überlassen. Es steht außer Frage: die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ist anspruchsvoll. Doch wer sich umfassend und akribisch auf die Tests vorbereitet, darf sich gewiss schon bald über den Abschluss als kleiner Heilpraktiker freuen.