Heilpraktiker werden 2026 – Ausbildung, Kosten & Prüfung

Heilpraktikerin im Beratungsgespräch mit einer Patientin – persönliche Ausbildung bei ARSANIS Die Heilpraktikerschule NRW

Sie möchten Heilpraktiker werden – aber Sie wissen noch nicht genau, was das bedeutet, was es kostet, wie lange es dauert und ob dieser Weg zu Ihnen passt? Dieser Leitfaden beantwortet alle wichtigen Fragen klar und vollständig – von den Voraussetzungen über die Ausbildung bis zur amtsärztlichen Prüfung.


Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel

Was ist ein Heilpraktiker – und was darf er?

Der Heilpraktiker ist ein eigenständiger Heilberuf, geregelt durch das Heilpraktikergesetz (HeilprG) von 1939. Als zugelassener Heilpraktiker dürfen Sie Patienten außerhalb der Schulmedizin untersuchen, diagnostizieren und naturheilkundlich behandeln – ohne approbierter Arzt zu sein.

Wichtig zu verstehen: Die Heilpraktikererlaubnis ist keine akademische Ausbildung, sondern eine staatliche Zulassung durch das Gesundheitsamt. Sie wird erteilt, wenn Sie in der amtsärztlichen Überprüfung nachweisen, dass Ihre Tätigkeit keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung darstellt.

Was Heilpraktiker dürfen – und was nicht

Als Heilpraktiker dürfen Sie:

  • Patienten untersuchen, Anamnese erheben und Diagnosen stellen
  • Naturheilkundliche Therapien anwenden: Homöopathie, Akupunktur, Phytotherapie, physikalische Therapien
  • Injektionen und Infusionen durchführen
  • Eine eigene Praxis führen und Leistungen nach dem GebüH abrechnen

Was Heilpraktikern nicht erlaubt ist:

  • Verschreibungspflichtige Medikamente verordnen
  • Tätigkeiten ausüben, die Ärzten vorbehalten sind (z.B. Geburtshilfe, Zahnheilkunde)
  • Den Titel „Arzt“ oder „Therapeut“ führen

Großer Heilpraktiker oder Heilpraktiker für Psychotherapie?

  • Der große Heilpraktiker – darf auf dem gesamten Gebiet der Heilkunde tätig werden. Dieser Leitfaden bezieht sich auf diese Zulassung.
  • Der Heilpraktiker für Psychotherapie (HPP) – ist ausschließlich im psychotherapeutischen Bereich tätig und legt eine separate Prüfung ab.

Für wen ist Heilpraktiker werden geeignet?

Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse

Kein medizinisches Vorwissen erforderlich. Wer Empathie und Lernbereitschaft mitbringt, hat alle persönlichen Voraussetzungen. Die fachlichen Grundlagen werden in der Ausbildung aufgebaut.

Medizinische Fachkräfte

Krankenpfleger, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Heilpädagogen nutzen die Heilpraktiker-Ausbildung, um ihr Leistungsangebot zu erweitern und eigenverantwortlicher arbeiten zu dürfen.

Berufstätige und Eltern

Dank Abend- und Hybridformat lässt sich die Ausbildung gut mit Beruf und Familie vereinbaren – planbar über 26 Monate, mit klarer Struktur und festem Wochenplan.

Selbstständige in spe

Der Heilpraktiker ist einer der wenigen Heilberufe, in denen Sie ohne große bürokratische Hürden eine eigene Praxis eröffnen können.


Welche Voraussetzungen brauche ich für die Heilpraktikerprüfung?

Bewerbungsunterlagen für die Heilpraktiker-Ausbildung – Voraussetzungen und Zulassung beim Gesundheitsa

1. Mindestalter 25 Jahre

Die amtsärztliche Zulassung als Heilpraktiker ist erst ab dem vollendeten 25. Lebensjahr möglich. Mit der Ausbildung können Sie jederzeit früher beginnen – das Mindestalter gilt nur für die Prüfungszulassung.

2. Abgeschlossener Schulabschluss

Mindestens ein Hauptschulabschluss ist erforderlich. Abitur wird nicht verlangt. Wer keinen Schulabschluss hat, kann diesen über den zweiten Bildungsweg nachholen.

3. Ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung

Ein niedergelassener Arzt bestätigt Ihre körperliche und geistige Eignung. Das Attest darf nicht älter als drei Monate sein. Einige Gesundheitsämter stellen eigene Formulare zur Verfügung.

4. Einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis

Ebenfalls nicht älter als drei Monate. Beantragen Sie es rechtzeitig beim örtlichen Einwohnermeldeamt.

5. Weitere Unterlagen je nach Gesundheitsamt

Die meisten Gesundheitsämter verlangen zusätzlich: Geburtsurkunde (beglaubigte Kopie), Schulabschlusszeugnis (beglaubigte Kopie), tabellarischer Lebenslauf und ausgefülltes Antragsformular.

Wichtiger Hinweis: Melden Sie sich mindestens sechs Monate vor dem gewünschten Prüfungstermin beim Gesundheitsamt an. Die Wartezeit kann in manchen Regionen über ein Jahr betragen.


Wie läuft die Heilpraktiker-Ausbildung ab?

Die Heilpraktiker-Ausbildung ist nicht staatlich geregelt – es gibt keine Berufsschule und keine Kammerprüfung. Heilpraktikerschulen wie ARSANIS bereiten Sie auf die amtsärztliche Überprüfung vor. Die Qualität der Schule entscheidet über Ihren Prüfungserfolg.

Phase 1 – Grundlagenwissen (ca. 12 Monate)

Anatomie, Physiologie, Zellbiologie und allgemeine Pathologie: der menschliche Körper von Grund auf – Organsysteme, Krankheitsmechanismen, Laborparameter.

Phase 2 – Fachthemen & Differentialdiagnose (ca. 8 Monate)

Vertiefung der Organsysteme, Untersuchungsmethoden und – entscheidend für die Prüfung – die Differentialdiagnose: Wann liegt eine körperliche Erkrankung vor, wann eine psychische? Diese Fähigkeit wird beim Gesundheitsamt gezielt geprüft.

Phase 3 – Naturheilkunde & Praxis (ca. 4 Monate)

Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur, physikalische Therapien und praktische Skills wie Injektions- und Infusionstechnik am Modell.

Phase 4 – Intensive Prüfungsvorbereitung

Regelmäßige Klausuren, mündliche Prüfungssimulationen mit echten Prüfungsfragen der letzten Jahre und ein intensiver Vorbereitungsblock am Ende.

Heilpraktiker-Ausbildung bei ARSANIS – Kleingruppenunterricht mit erfahrener Dozentin in NRW


Die amtsärztliche Heilpraktikerprüfung im Detail

Die amtsärztliche Überprüfung findet bundesweit zweimal jährlich statt – meist im Frühjahr (März) und Herbst (Oktober). Anmeldung beim Gesundheitsamt mindestens sechs Monate vorher.

Schriftlicher Teil

Ca. 60 Multiple-Choice-Fragen, Prüfungsdauer ca. 120 Minuten. Bestehensgrenze: 75 %. Erst nach Bestehen des schriftlichen Teils erfolgt die Zulassung zur mündlichen Prüfung.

Mündlicher Teil

30 bis 60 Minuten Einzelgespräch mit dem Amtsarzt und ein bis zwei Heilpraktikern als Beisitzer. Getestet wird eigenverantwortliches Diagnostizieren und die Entscheidung, wann ein Patient überwiesen werden muss.

Typische Prüfungsfrage: „Ein Patient kommt mit Herzrasen zu Ihnen – organisch ist alles unauffällig. Was tun Sie?“ Die richtige Antwort erfordert Wissen an der Schnittstelle zwischen körperlichen und psychischen Beschwerden – bei ARSANIS von Dozentin Kirsten Sander (HP & HPP) gezielt trainiert.

Prüfungsgebühren

Je nach Gesundheitsamt fallen Gebühren von ca. 350 bis 750 € an. Wird ein Prüfungsteil nicht bestanden, müssen beide Teile wiederholt werden.


Was kostet die Heilpraktiker-Ausbildung?

Kostenposition Betrag
Ausbildung bei ARSANIS (Gesamtpreis) 6.240 €
Monatliche Rate 260 € / Monat
Rückerstattung Bildungsscheck NRW bis zu – 500 €
Prüfungsgebühren Gesundheitsamt ca. 350 – 750 €
Lernmaterialien, Skripte, Prüfungsvorbereitung inklusive

Bildungsscheck NRW – bis zu 500 € zurück

Das Land NRW fördert berufliche Weiterbildung mit dem Bildungsscheck NRW (ESF). Sie zahlen regulär und erhalten nach bestandener Prüfung bis zu 500 € zurückerstattet. Voraussetzung: Wohnsitz oder Arbeitsort in NRW. ARSANIS berät Sie kostenlos bei der Antragstellung.

Steuerliche Absetzbarkeit

  • Erstausbildung: bis zu 6.000 € jährlich als Sonderausgaben
  • Zweit- oder Fortbildung: volle Absetzbarkeit als Werbungskosten – BFH-bestätigt

Sprechen Sie für Ihre individuelle Situation mit einem Steuerberater.


Was verdient ein Heilpraktiker?

Als Angestellter

In einer Naturheilpraxis oder einem Gesundheitszentrum: ca. 2.000 bis 2.800 € brutto zum Einstieg. Gesetzliche Krankenkassen erstatten Heilpraktiker-Leistungen meist nicht, private Zusatzversicherungen oft schon.

Als Selbstständiger

Erfahrene Heilpraktiker mit gut ausgelasteter Praxis erzielen 4.000 bis 6.000 € monatlich und mehr. Abrechnung nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH).


Heilpraktiker werden bei ARSANIS – warum wir?

Feste Dozentinnen mit eigener aktiver Praxis – keine wechselnden Honorarkräfte:

  • Kirsten Sander – Heilpraktikerin & Heilpraktikerin für Psychotherapie. Ihre Doppelqualifikation ist Ihr Prüfungsvorteil: gezieltes Training der Schnittstelle Körper/Psyche.
  • Maren Jäkel – Heilpraktikerin, Ernährungsberaterin, Detox-Trainerin, Darmdiagnostik und Injektionstechnik.
  • Aline Fiedler – Heilpraktikerin mit Zusatzqualifikation in Injektions- und Infusionstechnik.

Dazu: Kleingruppen, WhatsApp-Kontakt zu den Dozentinnen, strukturierte Skripte und integrierte Prüfungsvorbereitung – kein separater Kurs, kein Aufpreis. Standorte: Wuppertal, Köln, Essen, Aachen, Düsseldorf und bundesweit im Hybridformat.


Häufige Fragen: Heilpraktiker werden

Welche Voraussetzungen brauche ich um Heilpraktiker zu werden?

Für die amtsärztliche Heilpraktikerprüfung benötigen Sie: Mindestalter 25 Jahre, mindestens einen Hauptschulabschluss, ein ärztliches Attest zur gesundheitlichen Eignung (nicht älter als 3 Monate) sowie ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Medizinische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Wie lange dauert die Heilpraktiker-Ausbildung?

Bei ARSANIS dauert die berufsbegleitende Heilpraktiker-Ausbildung 26 Monate. Einstieg ist jederzeit möglich – kein fester Starttermin erforderlich.

Was kostet die Heilpraktiker-Ausbildung bei ARSANIS?

Die Gesamtkosten betragen 6.240 €, zahlbar in monatlichen Raten von 260 €. Mit dem Bildungsscheck NRW erhalten Sie nach bestandener Prüfung bis zu 500 € zurückerstattet. Zusätzlich fallen Prüfungsgebühren beim Gesundheitsamt von ca. 350 bis 750 € an.

Wie läuft die amtsärztliche Heilpraktikerprüfung ab?

Die Heilpraktikerprüfung besteht aus zwei Teilen: einem schriftlichen Multiple-Choice-Test mit ca. 60 Fragen (Dauer ca. 120 Minuten, Bestehensgrenze 75 %) und einer anschließenden mündlichen Prüfung von 30 bis 60 Minuten vor dem Gesundheitsamt. Die Prüfung findet zweimal jährlich statt.

Kann ich die Heilpraktiker-Ausbildung neben dem Beruf absolvieren?

Ja. Die ARSANIS Ausbildung ist explizit berufsbegleitend konzipiert – abends von 18 bis 21 Uhr oder im Hybridformat: dienstags und mittwochs online, einmal monatlich samstags und sonntags in Präsenz in Wuppertal.

Kann ich die Ausbildungskosten von der Steuer absetzen?

In vielen Fällen ja. Bei einer Erstausbildung sind bis zu 6.000 € jährlich als Sonderausgaben absetzbar. Bei einer Zweit- oder Fortbildung können die Kosten in voller Höhe als Werbungskosten geltend gemacht werden. Bitte sprechen Sie dazu mit einem Steuerberater.

Was verdient ein Heilpraktiker?

Als angestellter Heilpraktiker können Sie mit 2.000 bis 2.800 € brutto einsteigen. Als selbstständiger Heilpraktiker mit eigener Praxis sind 4.000 bis 6.000 € und mehr möglich – abhängig von Spezialisierung, Region und Patientenbasis.

Wann kann ich mit der Heilpraktiker-Ausbildung bei ARSANIS beginnen?

Einstieg ist jederzeit möglich. ARSANIS arbeitet mit rollierenden Modulen – Sie steigen immer zu Beginn eines neuen Themenblocks ein und verpassen nichts.


Ihr nächster Schritt

Wenn Sie Heilpraktiker werden möchten und sich eine fundierte, persönliche Ausbildung mit erfahrenen Dozentinnen wünschen – dann lernen Sie ARSANIS kennen. Melden Sie sich zur kostenlosen Beratung an – in Präsenz oder online. Kein Risiko, keine Verpflichtung.

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