Heilpraktiker für Psychotherapie in Köln — Präsenzunterricht in der Südstadt

Wer in Köln eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie sucht, findet meistens Angebote, die irgendwo in Nordrhein-Westfalen stattfinden — und dann steht die Frage im Raum, wie oft man dafür quer durchs Land fährt. Bei ARSANIS ist das anders gelöst: Der HPP-Unterricht findet in Köln selbst statt, in der Zülpicher Straße, gut erreichbar aus der Innenstadt, aus Sülz, Lindenthal und dem gesamten linksrheinischen Kölner Raum.

Diese Seite beschreibt, wie die Ausbildung in Köln konkret abläuft, was die sektorale Heilpraktikererlaubnis rechtlich bedeutet und für wen der Einstieg sinnvoll ist.

Autor: Uwe Hoffmann · fachlich geprüft von: Peter Hoegen

Unterricht in Köln, nicht in Wuppertal

Köln ist einer von vier ARSANIS-Standorten in NRW. Für den HPP-Bereich heißt das: Sie besuchen den Präsenzunterricht in Köln, nicht am Stammsitz in Wuppertal. Wer abends nach der Arbeit kommt, sitzt nach dem Kurs innerhalb weniger Minuten wieder in der Bahn — ein Punkt, der über zwei Jahre Ausbildung hinweg mehr ausmacht, als es zu Beginn wirkt.

Der Unterricht läuft im Vierzehntagesrhythmus. Sie wählen zwischen einem Tageskurs von 10 bis 13 Uhr und einem Abendkurs von 18 bis 21 Uhr. Beide Varianten sind so gelegt, dass sie neben einer Berufstätigkeit machbar bleiben — das ist bei den meisten Teilnehmenden die Ausgangslage.

Standort Köln

Zülpicher Straße 273 B, 50937 Köln. Der Unterrichtsraum liegt an einer Hauptachse mit direkter Anbindung an die KVB-Linien Richtung Innenstadt und Sülz; aus Bonn, Leverkusen und dem Rhein-Erft-Kreis ist der Standort ebenfalls in vertretbarer Zeit erreichbar.

Was die sektorale Heilpraktikererlaubnis rechtlich bedeutet

Der Heilpraktiker für Psychotherapie ist kein Therapieverfahren, sondern ein rechtlicher Rahmen. Die Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, erlaubt es Ihnen, Störungen mit Krankheitswert eigenverantwortlich und ohne ärztliche Delegation zu behandeln. Sie ist die Grundlage dafür, überhaupt heilkundlich tätig werden zu dürfen — sofern Sie nicht bereits über eine ärztliche oder psychotherapeutische Approbation oder eine uneingeschränkte Heilpraktikererlaubnis verfügen.

Wichtig ist die Abgrenzung, weil sie in der Praxis regelmäßig durcheinandergeht: Die Erlaubnis sagt nichts darüber aus, womit Sie arbeiten. Welche Methode Sie anwenden — kognitive Verhaltenstherapie, systemische Ansätze, Gesprächsführung nach Rogers — ist eine Frage der Methodenkompetenz und wird separat erworben. Die Erlaubnis öffnet den rechtlichen Raum, die Methodenausbildung füllt ihn.

Ebenso wenig ist die Erlaubnis mit der Approbation als psychologischer Psychotherapeut gleichzusetzen. Es handelt sich um zwei verschiedene Wege mit unterschiedlichen Voraussetzungen und unterschiedlichem Umfang.

Der Weg zur Erlaubnis: die Überprüfung beim Gesundheitsamt

Die Erlaubnis erteilt nicht die Schule, sondern das Gesundheitsamt. Die Zuständigkeit richtet sich grundsätzlich nach Ihrem Wohnsitz beziehungsweise nach den Zuständigkeitsregelungen des jeweiligen Gesundheitsamts — der Ort der Ausbildung bestimmt den Prüfungsort nicht.

Die reguläre Überprüfung umfasst einen schriftlichen und nach dessen Bestehen einen mündlichen beziehungsweise mündlich-praktischen Teil. Die schriftlichen Überprüfungen werden in Nordrhein-Westfalen üblicherweise zweimal jährlich durchgeführt, im März und im Oktober; die konkreten Termine und Anmeldefristen legt das zuständige Gesundheitsamt fest.

Die Überprüfung ist keine staatliche Abschlussprüfung in einem bestimmten Psychotherapieverfahren. Sie dient der Feststellung, ob Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ausreichen, damit von der heilkundlichen Tätigkeit keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder der behandelten Patientinnen und Patienten ausgeht: Erkennen von Störungsbildern, Einschätzung von Eigen- und Fremdgefährdung, Kenntnis der rechtlichen Grenzen, Wissen darüber, wann ein Fall nicht in Ihre Hände gehört.

Genau darauf ist der Unterricht ausgerichtet. Eine Aussage über den Ausgang der Überprüfung kann Ihnen niemand seriös machen — was wir tun können, ist Sie so vorzubereiten, dass Sie in der Prüfungssituation wissen, worauf es ankommt.

Mündliche Prüfungsvorbereitung ist enthalten

Der Teil, vor dem die meisten Respekt haben, ist das mündliche Gespräch beim Amtsarzt. Bei ARSANIS ist die Vorbereitung darauf ohne Aufpreis in die Ausbildung integriert: Fallarbeit, strukturierte Antwortwege, typische Prüfungssituationen. Sie üben das Gespräch, bevor Sie es führen müssen.

Für wen die HPP-Ausbildung in Köln passt

Köln hat eine ungewöhnlich dichte Beratungs- und Coachingszene — und damit viele Menschen, die an einer bestimmten Stelle an eine rechtliche Grenze stoßen.

  • Coaches und Berater: Sie arbeiten seit Jahren mit Menschen und merken, dass Anliegen auftauchen, die über Coaching hinausgehen. Ohne Erlaubnis dürfen Sie an dieser Stelle nicht weiterarbeiten — mit ihr schon.
  • Pädagogische und soziale Berufe: Erzieherinnen, Sozialarbeiter, Lehrkräfte, die eine eigene therapeutische Tätigkeit aufbauen wollen, sei es nebenberuflich oder als zweites Standbein.
  • Gesundheitsberufe: Pflegekräfte, Physiotherapeutinnen, Ergotherapeuten mit klinischer Erfahrung, denen der psychotherapeutische Zugang bisher rechtlich verschlossen war.
  • Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger: Für den Einstieg gibt es keine besonderen fachlichen Zugangsvoraussetzungen. Was Sie mitbringen sollten, ist Bereitschaft zu kontinuierlichem Lernen über einen längeren Zeitraum.

Voraussetzungen für den Einstieg

Für die Teilnahme an der Ausbildung gelten keine besonderen fachlichen Zugangsvoraussetzungen. Für die spätere Überprüfung beim Gesundheitsamt gelten dagegen gesetzliche Bedingungen. Dazu gehören ein Mindestalter von 25 Jahren, mindestens ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss, die gesundheitliche Eignung und die erforderliche Zuverlässigkeit. Welche Unterlagen für Antrag und Überprüfung im Einzelnen einzureichen sind, legt das jeweils zuständige Gesundheitsamt fest.

Diese Punkte betreffen die Erlaubnis, nicht den Kursbesuch — Sie können also mit der Ausbildung beginnen, bevor Sie das Mindestalter erreicht haben.

Umfang, Dauer und Kosten

Die Ausbildung umfasst 150 Unterrichtseinheiten. Wie lange Sie brauchen, hängt davon ab, wie zügig Sie durchgehen — üblich sind rund 13 bis 24 Monate. Ein Einstieg ist laufend möglich, Sie müssen also nicht auf einen Kursbeginn warten.

Die Ausbildung kostet 3.090 €, zahlbar auch in 12 zinsfreien Raten zu je 257,50 €. Wenn Sie in Nordrhein-Westfalen wohnen oder arbeiten, kommt der Bildungsscheck NRW infrage — bis zu 500 € Rückerstattung. Der Bildungsscheck wird nicht automatisch verrechnet; er muss vor Kursbeginn beantragt werden und ist nicht an das Ergebnis der Überprüfung gebunden.

Nach der Erlaubnis: Praxis in Köln

Mit der Erlaubnis dürfen Sie eine eigene Praxis führen — als Vollzeittätigkeit oder neben dem bisherigen Beruf. In einer Stadt der Größe Kölns ist die Nachfrage nach Gesprächsangeboten außerhalb des kassenfinanzierten Systems spürbar, gerade weil die Wartezeiten auf einen Kassenplatz lang sind. Eine Garantie für den wirtschaftlichen Erfolg einer Praxis ist das nicht; wie bei jeder Selbstständigkeit hängt vieles daran, wie Sie Ihr Angebot aufbauen und sichtbar machen.

Viele Absolventinnen und Absolventen ergänzen die Erlaubnis anschließend um eine Methodenausbildung, am häufigsten in kognitiver Verhaltenstherapie. Das ist der oben beschriebene zweite Schritt: erst der rechtliche Rahmen, dann das Handwerk.

Häufige Fragen

Findet der Unterricht wirklich in Köln statt?

Ja. Der HPP-Präsenzunterricht läuft am Kölner Standort in der Zülpicher Straße. Eine Anreise nach Wuppertal ist dafür nicht nötig.

Kann ich die Ausbildung neben dem Beruf machen?

Ja, dafür ist sie ausgelegt. Der Unterricht findet alle 14 Tage statt, wahlweise vormittags von 10 bis 13 Uhr oder abends von 18 bis 21 Uhr.

Brauche ich eine medizinische oder psychologische Vorbildung?

Nein. Für den Einstieg in die Ausbildung gibt es keine besonderen fachlichen Zugangsvoraussetzungen.

Welches Gesundheitsamt ist für mich zuständig?

In der Regel das Gesundheitsamt Ihres Wohnorts; im Einzelfall gelten die Zuständigkeitsregelungen des jeweiligen Amts. Der Ort der Ausbildung spielt dabei keine Rolle.

Ist die Erlaubnis dasselbe wie eine Psychotherapie-Approbation?

Nein. Es sind zwei verschiedene Wege mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Die sektorale Heilpraktikererlaubnis erlaubt die eigenverantwortliche Behandlung psychischer Störungen, ersetzt aber keine Approbation.

Lerne ich in der Ausbildung auch Therapiemethoden?

Der Schwerpunkt liegt auf dem, was für die Überprüfung und für verantwortliches Arbeiten nötig ist. Eine vertiefte Methodenausbildung — etwa in kognitiver Verhaltenstherapie — ist ein eigener Baustein, den viele im Anschluss ergänzen.

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