Systembrett und Aufstellungen in der Beratung

Manche Zusammenhänge lassen sich schwer in Worte fassen. Wer steht wem nahe? Wer schaut weg? Wer fühlt sich am Rand? Auf einem Systembrett werden solche Fragen sichtbar: Eine Klientin stellt Holzfiguren für die Menschen auf, die in ihrem Anliegen eine Rolle spielen, und betrachtet das entstandene Bild. Manchmal sagt dieser Blick von oben mehr als eine lange Schilderung.

Dieser Beitrag erklärt, was ein Systembrett ist, wie eine Aufstellung im Einzelgespräch abläuft und worin sie sich von Aufstellungen mit Personen in einer Gruppe unterscheidet. Er zeigt auch, was die Forschung tatsächlich belegt, wo die Grenzen liegen und wie Sie die Methode seriös in Beratung und Coaching einsetzen, ohne Wirkungen zu versprechen, die niemand nachweisen kann.

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Was ist ein Systembrett?

Ein Systembrett ist ein Brett, meist quadratisch und mit einem markierten Rand, auf dem Figuren aufgestellt werden. Die Figuren sind in der Regel schlicht: Holzklötze oder Kegel in verschiedenen Größen und Formen, oft mit einer Markierung, die eine Blickrichtung erkennen lässt. Jede Figur steht für eine Person, eine Gruppe oder auch für etwas Abstraktes, etwa ein Ziel, ein Hindernis oder eine Ressource.

Wie die Figuren zueinander stehen, wird zum Bild für Beziehungen. Dabei tragen vor allem diese Merkmale Bedeutung:

  • Abstand: Nähe und Distanz zwischen Personen
  • Blickrichtung: Wer wendet sich wem zu, wer schaut weg?
  • Größe: Wer wird als groß, wer als klein erlebt?
  • Position auf dem Brett: Wer steht in der Mitte, wer am Rand oder außerhalb?
  • Gruppierungen: Wer bildet Bündnisse, wer steht allein?

Die Idee ist nicht neu. Im deutschsprachigen Raum beschrieben Kurt Ludewig, Karin Pflieger, Ulrich Wilken und Gabriele Jacobskötter 1983 in der Fachzeitschrift „Familiendynamik“ das „Familienbrett“ als Verfahren zur Darstellung von Familienbeziehungen. Die Wurzeln reichen weiter zurück, zur Familienskulptur, die vor allem mit Virginia Satir verbunden ist: Dort stellen Familienmitglieder sich selbst im Raum auf, um ihre Beziehungen sichtbar zu machen. Heute ist „Systembrett“ ein gebräuchlicher Oberbegriff für solche Bretter mit Figuren.

Wofür das Systembrett in der Beratung genutzt wird

Das Systembrett eignet sich überall dort, wo Beziehungen, Rollen oder Entscheidungen eine Rolle spielen. Typische Anliegen in Beratung und Coaching sind:

  • Konflikte in der Familie, etwa zwischen Geschwistern oder in einer Patchworkfamilie
  • Spannungen im Team oder unklare Rollen zwischen Kolleginnen und Vorgesetzten
  • berufliche Entscheidungen, bei denen mehrere Optionen und Erwartungen im Spiel sind
  • Übergänge wie ein Jobwechsel, eine Trennung oder der Auszug der Kinder
  • die Frage, welche Menschen und Ressourcen in einer schwierigen Lage unterstützen

Der Nutzen liegt vor allem im Perspektivwechsel. Wer sein Anliegen von außen betrachtet, gewinnt Abstand. Muster werden sichtbar, die im Gespräch untergehen. Und Veränderungen lassen sich probeweise „durchspielen“, ohne dass sich im echten Leben schon etwas bewegt hat. Das Systembrett ergänzt dabei andere systemische Methoden wie das Genogramm oder zirkuläre Fragen. Einen Überblick gibt der Beitrag Systemische Methoden im Überblick.

Ablauf einer Aufstellung mit dem Systembrett im Einzelsetting

Ein typischer Ablauf umfasst diese Schritte:

  1. Anliegen und Auftrag klären: Worum soll es gehen, und was soll am Ende anders sein? Ohne klare Frage wird die Aufstellung zur bloßen Bestandsaufnahme.
  2. Das System festlegen: Welche Personen oder Elemente gehören dazu? Weniger ist oft mehr. Für den Anfang genügen meist die wichtigsten Beteiligten.
  3. Figuren wählen und aufstellen: Die Klientin wählt für jede Person eine Figur und stellt sie auf, auch eine Figur für sich selbst. Sie entscheidet allein über Platz, Abstand und Blickrichtung. Die beratende Person greift dabei nicht ein.
  4. Das Bild betrachten und beschreiben: Was fällt Ihnen auf, wenn Sie das Bild jetzt sehen? Wer steht wem am nächsten? Wo wäre es angenehm, wo unangenehm zu stehen? Hilfreich ist es, die Klientin das Brett aus verschiedenen Richtungen anschauen zu lassen.
  5. Perspektiven wechseln: Die beratende Person kann fragen, wie die Situation aus dem Blickwinkel einer anderen Figur aussehen könnte: Was würde Ihr Kollege sagen, wenn er von seinem Platz aus auf die anderen schaut?
  6. Veränderungen ausprobieren: Die Klientin verschiebt Figuren probeweise. Was wäre, wenn diese Figur näher käme? Wenn jemand dazukäme oder ginge? Wie verändert sich das Gesamtbild?
  7. Abschluss und Übertragung in den Alltag: Welches Bild nehmen Sie mit? Was wäre ein kleiner erster Schritt? Viele fotografieren das Ausgangs- und das veränderte Bild. Am Ende wird die Aufstellung bewusst abgebaut.

Entscheidend ist die Haltung: Die beratende Person deutet nicht, sondern fragt. Das Bild auf dem Brett zeigt die Sicht der Klientin zum jetzigen Zeitpunkt, nicht die „Wahrheit“ über eine Familie oder ein Team. Mehr zu dieser Grundhaltung lesen Sie im Beitrag Systemische Haltung.

Systembrett oder Aufstellung mit Personen: der Unterschied

Neben dem Brett gibt es Aufstellungen mit Menschen im Raum. In der Familienskulptur stellen sich die Familienmitglieder selbst auf. Bei Aufstellungen in Gruppen wählt die Klientin dagegen Stellvertreterinnen und Stellvertreter aus den Teilnehmenden, die für ihre Angehörigen oder Kollegen stehen. Die Unterschiede sind erheblich:

Merkmal Systembrett Aufstellung mit Personen
Setting Einzelgespräch, auch Paar- oder Teamgespräch, am Tisch Gruppe, meist in einem Seminar
Wer stellt dar? Figuren die Beteiligten selbst oder Stellvertretende aus der Gruppe
Intensität eher distanziert, Blick von außen oft emotional intensiv, auch für die Stellvertretenden
Steuerung Klientin behält das Bild in der Hand Leitung und Gruppe beeinflussen den Prozess stärker
Vertraulichkeit nur Klientin und Beraterin persönliche Themen vor einer Gruppe
Vor- und Nachbereitung im laufenden Beratungsprozess eingebettet bei einmaligen Seminaren oft begrenzt

Für die Beratung im Einzelsetting ist das Brett deshalb meist das naheliegendere Werkzeug: Es ist weniger aufwendig, lässt sich gut dosieren und bleibt in einem geschützten Rahmen. In der Live-Online-Beratung gibt es inzwischen auch digitale Systembretter, bei denen Figuren am Bildschirm verschoben werden.

Abgrenzung zum Familienstellen nach Hellinger

Viele Menschen verbinden Aufstellungen mit Bert Hellinger, der das „Familienstellen“ mit großen öffentlichen Veranstaltungen bekannt machte. Diese Form ist in der Fachwelt stark kritisiert worden. Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) bezeichnete das Vorgehen 2003 in einem Interview im Deutschen Ärzteblatt als „ethisch nicht vertretbar“ und „gefährlich für die Betroffenen“. Kritisiert wurden unter anderem die fehlende therapeutische Beziehung, die Arbeit vor großem Publikum und die Neigung, verbindliche Wahrheiten über Familien zu verkünden. Gleichzeitig erkannte die DGSF an, dass die Technik auf der Skulpturarbeit der systemischen Therapie aufbaut. Auch die Systemische Gesellschaft (SG) hat sich mit der „Potsdamer Erklärung“ zur systemischen Aufstellungsarbeit positioniert.

Für eine seriöse Beratung heißt das: Das Systembrett ist ein Werkzeug, um die Sicht der Klientin sichtbar zu machen. Es ist kein Verfahren, um verborgene Familiengeheimnisse aufzudecken oder „Ordnungen“ wiederherzustellen.

Was sagt die Forschung?

Über Aufstellungen wird viel behauptet. Belegt ist weit weniger. Die bislang umfassendste Untersuchung stammt aus Heidelberg: In einer randomisierten kontrollierten Studie mit 208 Teilnehmenden aus der Allgemeinbevölkerung wurden dreitägige Aufstellungsseminare mit einer Wartegruppe verglichen; die Ergebnisse erschienen 2013 im „Journal of Counseling Psychology“ (Weinhold und andere). Die Teilnehmenden berichteten in den folgenden Monaten im Mittel über weniger psychische Belastung und ein besseres Erleben in ihren sozialen Systemen. In einer späteren Nachuntersuchung lag die psychische Gesundheit nach etwa fünf Jahren wieder auf dem Ausgangsniveau.

Die Einschränkungen sind deutlich:

  • Es gab keine Vergleichsgruppe mit einer anderen Gruppenerfahrung. Ob die Wirkung auf die Aufstellung selbst oder auf ein intensives Wochenende in einer Gruppe zurückgeht, bleibt offen.
  • Untersucht wurden Menschen aus der Allgemeinbevölkerung. Menschen mit akuter Suizidalität, akuter Psychose oder akuter Intoxikation waren ausgeschlossen. Über Menschen mit psychischen Erkrankungen sagen die Ergebnisse kaum etwas.
  • Eine unabhängige Bestätigung durch andere Forschungsgruppen steht aus. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit einem Institut, das Aufstellungen anbietet.
  • Eine Übersichtsarbeit der Forschungsgruppe kommt zu dem Schluss, dass Menge und Qualität der vorhandenen Studien insgesamt gering sind.

Für das Systembrett im Einzelsetting haben wir bei unserer Recherche keine belastbaren eigenen Wirksamkeitsstudien gefunden. Erklärungen, nach denen Stellvertretende über ein „wissendes Feld“ oder ähnliche Mechanismen Informationen über Abwesende empfangen, sind wissenschaftlich nicht belegt. Wie die Forschungslage zur systemischen Therapie insgesamt aussieht, beschreibt der Beitrag Wissenschaftliche Anerkennung der systemischen Therapie.

Grenzen und Risiken

Das Systembrett wirkt spielerisch. Trotzdem können Aufstellungen starke Gefühle auslösen. Diese Grenzen sollten Sie beachten:

  • Keine Wahrheit über Abwesende: Ein Bild auf dem Brett zeigt, wie die Klientin Beziehungen erlebt. Es sagt nichts Gesichertes darüber, was andere fühlen oder getan haben.
  • Keine Verdachtsbildung: Aus einer Aufstellung dürfen keine Schlüsse über Missbrauch, Schuld oder verborgene Ereignisse gezogen werden. Fachleute berichten von Fällen, in denen Teilnehmende nach Aufstellungen ohne tatsächliche Anhaltspunkte Verdacht gegen Angehörige schöpften.
  • Keine Diagnose und keine Behandlung: Das Systembrett ist kein Instrument, um psychische Störungen festzustellen oder zu behandeln.
  • Vorsicht bei Belastung: Bei Menschen in akuten Krisen, mit Hinweisen auf Suizidgedanken, mit psychotischem Erleben oder nach traumatischen Erfahrungen ist eine Aufstellung im Beratungsrahmen nicht der richtige Weg. Hier ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung nötig, bei akuter Gefahr die Notfallversorgung.
  • Keine Abhängigkeit: Wer immer wieder neue Aufstellungen sucht, statt im Alltag etwas zu verändern, braucht eher ein offenes Gespräch darüber als die nächste Aufstellung.

Seriöser Einsatz außerhalb der Heilkunde

In Beratung und Coaching dürfen Sie das Systembrett ohne Heilkunde-Erlaubnis einsetzen, solange es nicht um die Behandlung von Krankheiten geht. Das Psychotherapeutengesetz stellt in § 1 Absatz 2 klar, dass Tätigkeiten, die nur die Aufarbeitung oder Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben, nicht zur Ausübung der Psychotherapie gehören. Ein Teamkonflikt oder eine berufliche Entscheidung fällt in diesen Bereich.

Die Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten ist dagegen nach § 1 des Heilpraktikergesetzes Ausübung der Heilkunde. Wer Störungen mit Krankheitswert behandeln will, braucht eine Approbation oder eine Heilpraktikererlaubnis, etwa beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, die das Gesundheitsamt nach einer Überprüfung erteilt. ARSANIS bereitet darauf in der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie vor. Wo genau die Grenze zwischen Beratung, Coaching und Psychotherapie verläuft, lesen Sie im Beitrag Systemische Beratung, Coaching und Psychotherapie.

Für die Praxis helfen einige Grundsätze:

  1. Beschreiben Sie die Methode ehrlich: als Hilfsmittel, um die eigene Sicht sichtbar zu machen, nicht als Weg zu verborgenen Wahrheiten oder zur Heilung.
  2. Arbeiten Sie nur mit einem klaren Auftrag und im Rahmen eines Beratungsprozesses.
  3. Lassen Sie die Klientin aufstellen und deuten Sie nicht für sie.
  4. Planen Sie Zeit für den Abschluss und die Übertragung in den Alltag ein.
  5. Benennen Sie im Erstgespräch und schriftlich, dass Sie keine Diagnostik und keine Behandlung von Krankheiten anbieten.

Systemische Methoden bei ARSANIS lernen

Ein Systembrett ist schnell gekauft. Die Gesprächsführung, die eine Aufstellung hilfreich macht, braucht dagegen Übung. ARSANIS – Die Heilpraktikerschule bietet die Weiterbildung Systemische Beratung und Therapie live online an: ein Wochenende im Monat (Freitag 17–21 Uhr, Samstag und Sonntag 12–18 Uhr), über 12 Monate mit 250 Unterrichtseinheiten. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Zu den vermittelten Methoden gehören neben zirkulären Fragen, Genogrammarbeit und Reframing auch die Arbeit mit dem Systembrett und Aufstellungen.

Es unterrichtet Peter Hoegen, Lizentiat in Psychologie, ausgebildet in Systemischer Kurzzeittherapie am Brief Therapy Center (ehemals MRI) in Palo Alto. Im Unterricht stehen Gesprächsübungen in Kleingruppen und Fallarbeit im Mittelpunkt. Wir zeichnen bewusst nicht auf, zum Schutz der Teilnehmenden. Die Weiterbildung schließt mit dem ARSANIS-Zertifikat „Systemische Beratung und Therapie“ ab. Es ist kein staatlicher Abschluss und keine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde.

Ihr Dozent

Peter Hoegen, Dozent der Systemischen Online-Ausbildung bei ARSANIS

Peter Hoegen – Ihr Dozent in der Systemischen Online-Ausbildung
Lizentiat in Psychologie, ausgebildet in Systemischer Kurzzeittherapie am renommierten Brief Therapy Center – BTC (ehemals MRI) in Palo Alto, Kalifornien (USA), Postgraduate-Diplom Systemische Paar- und Familientherapie, M.Sc. Klinische Psychologie, Master in systemisch-strategischer Kurzzeittherapie, PhD-Doktorand in Neurowissenschaft und Pädagogik. Er unterrichtet die gesamte Ausbildung selbst – live, mit Fallbeispielen aus seiner Praxis.


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Häufige Fragen

Was ist ein Systembrett?

Ein Brett mit schlichten Figuren, auf dem eine Klientin die Personen und Elemente ihres Anliegens aufstellt. Abstand, Blickrichtung und Position der Figuren machen sichtbar, wie sie Beziehungen erlebt. Das Bild dient als Grundlage für Fragen und neue Perspektiven.

Was ist der Unterschied zwischen Systembrett und Familienaufstellung?

Beim Systembrett stehen Figuren für die Beteiligten, meist im Einzelgespräch. Bei einer Aufstellung mit Personen übernehmen Menschen aus einer Gruppe diese Rollen. Das Brett ist distanzierter und vertraulicher, Aufstellungen in Gruppen sind oft emotional intensiver.

Ist die Wirksamkeit von Aufstellungen wissenschaftlich belegt?

Nur eingeschränkt. Eine randomisierte Heidelberger Studie mit Menschen aus der Allgemeinbevölkerung fand Verbesserungen nach Aufstellungsseminaren. Unabhängige Bestätigungen, Studien mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und eigene Wirksamkeitsstudien zum Systembrett im Einzelsetting fehlen bislang.

Darf ich als Coach mit dem Systembrett arbeiten?

Ja, solange es um Anliegen außerhalb der Heilkunde geht, etwa Konflikte im Team oder berufliche Entscheidungen. Die Behandlung von Störungen mit Krankheitswert setzt eine Approbation oder eine Heilpraktikererlaubnis voraus, zum Beispiel beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie.

Funktioniert ein Systembrett auch online?

Ja, es gibt digitale Systembretter, bei denen Figuren am Bildschirm verschoben werden. Alternativ kann die Klientin zu Hause mit eigenen Gegenständen aufstellen und das Bild in die Kamera zeigen. Wichtig bleibt in beiden Fällen ein ruhiger, geschützter Rahmen.

Das Systembrett ist ein einfaches Werkzeug, das Gespräche anschaulicher machen kann: Es macht Beziehungen sichtbar, schafft Abstand und lädt zum Ausprobieren ein. Seriös eingesetzt, verspricht es keine Heilung und keine verborgenen Wahrheiten, sondern einen neuen Blick auf das eigene Anliegen.