Laborwerte für die Heilpraktikerprüfung
Ein Patient bringt einen Laborbefund mit: Hämoglobin leicht erniedrigt, CRP erhöht, Kreatinin im Referenzbereich. Was bedeutet das, und was folgt daraus für Ihr Handeln? Genau diese Fähigkeit verlangt die Heilpraktikerprüfung. Die Leitlinien des Bundesministeriums für Gesundheit nennen ausdrücklich, dass Sie ärztliche Befunde und Befunde anderer Berufsgruppen „einschließlich der in den Befunden enthaltenen Laborwerte“ verstehen, bewerten und in Ihrer Arbeit angemessen berücksichtigen können.
Dieser Beitrag stellt wichtige Laborparameter mit Orientierungswerten und Quellen vor, erklärt typische Prüfungsfallen und ordnet die Rechtslage ein: Was dürfen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker in der Labordiagnostik, und wo liegen die Grenzen?
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Vorweg: Referenzbereiche sind laborabhängig
Ein Referenzbereich ist kein Naturgesetz. Er beschreibt, in welchem Bereich die Werte der meisten gesunden Menschen liegen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) betont auf gesundheitsinformation.de drei Punkte, die Sie für die Prüfung verinnerlichen sollten:
- Jedes Labor gibt eigene Referenzbereiche an, weil unterschiedliche Testverfahren eingesetzt werden. Maßgeblich ist der Bereich, der auf dem jeweiligen Befund steht.
- Auch gesunde Menschen können außerhalb des Referenzbereichs liegen.
- Ein einzelner Wert erlaubt meist keine Diagnose. Er muss zusammen mit anderen Werten, Beschwerden und Untersuchungsbefunden beurteilt werden.
Die Werte in diesem Beitrag sind deshalb Orientierungswerte für Erwachsene über 18 Jahre aus den Laborwerte-Seiten des IQWiG (Stand 20.03.2025). In Lehrbüchern und auf Befunden können abweichende Bereiche stehen. Lernen Sie die Größenordnung und die Bedeutung, nicht die letzte Nachkommastelle.
Wichtige Parameter im Überblick
| Parameter | Orientierungswert Erwachsene (laborabhängig) | Was er anzeigt |
|---|---|---|
| Hämoglobin (Hb) | Frauen 11,5–16,0 g/dl; Männer 13,5–17,8 g/dl | roter Blutfarbstoff, Sauerstofftransport; erniedrigt bei Anämie |
| Leukozyten | 4.000–10.000 pro µl | weiße Blutkörperchen, Abwehr |
| Thrombozyten | Frauen 170.000–450.000 pro µl; Männer 140.000–390.000 pro µl | Blutplättchen, Blutgerinnung |
| Kalium | Plasma 3,5–4,6 mmol/l; Serum 3,7–5,1 mmol/l | Elektrolyt, wichtig für Muskeln und Herzrhythmus |
| Kreatinin | Frauen 0,46–1,00 mg/dl; Männer 0,57–1,18 mg/dl | Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels, Nierenfunktion |
| C-reaktives Protein (CRP) | bis 5 mg/l | Entzündungsmarker |
| HbA1c | unter 5,7 % kein Diabetes; 5,7–6,4 % erhöhtes Risiko; ab 6,5 % Diabetes | mittlerer Blutzucker der letzten etwa 8 bis 12 Wochen |
| ALAT (GPT) | Frauen unter 35 U/l; Männer unter 50 U/l | Leberenzym, erhöht bei Leberschädigung |
Blutbild: Hämoglobin, Leukozyten, Thrombozyten
Hämoglobin
Ein erniedrigtes Hämoglobin spricht für eine Blutarmut (Anämie). Der Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt; Müdigkeit, Schwindel und verminderte Leistungsfähigkeit können die Folge sein. Laut IQWiG ist Eisenmangel für etwa die Hälfte aller Anämien verantwortlich. Weitere Ursachen sind Mangel an Folsäure oder Vitamin B12, chronische Erkrankungen etwa der Nieren oder des Darms, angeborene Störungen der Blutbildung sowie akute oder chronische Blutungen. Für die Prüfung wichtig: Eine Anämie ist ein Befund, keine Diagnose. Die Ursache muss geklärt werden, und eine versteckte Blutung darf nicht übersehen werden.
Ein erhöhter Wert (Polyglobulie) kann bei chronischem Sauerstoffmangel, starkem Rauchen oder bestimmten Herz- und Lungenerkrankungen auftreten. Eine Falle: Auch Flüssigkeitsmangel lässt den Wert steigen, weil das Blut konzentrierter ist, nicht weil mehr Hämoglobin vorhanden ist.
Leukozyten
Eine Leukozytose, also eine erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen, sehen Sie unter anderem bei Infektionen, Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Stress, Verletzungen, in der Schwangerschaft und bei Raucherinnen und Rauchern. Auch bei Leukämien ist die Zahl erhöht; die Zellen sehen dann oft verändert aus. Eine Leukopenie bedeutet ein geschwächtes Immunsystem und ein erhöhtes Infektionsrisiko. Ursachen können Veränderungen des Knochenmarks, Nebenwirkungen von Medikamenten, schwere Infektionen oder Krebserkrankungen und deren Therapie sein. Beachten Sie: Bei Kindern sind höhere Werte normal.
Thrombozyten
Zu wenige Thrombozyten schwächen die Blutgerinnung. Schon leichter Druck kann Blutergüsse auslösen, Nasen- und Zahnfleischbluten werden häufiger, bei sehr niedrigen Werten sind spontane Blutungen möglich, etwa im Gehirn oder im Darm. Zu viele Thrombozyten erhöhen die Neigung zu Blutgerinnseln und damit das Risiko für Thrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch hier gilt: Die Referenzbereiche für Frauen und Männer unterscheiden sich.
Kalium und Kreatinin: Elektrolyte und Niere
Kalium
Kalium ist ein Klassiker, weil Abweichungen das Herz betreffen. Eine Hypokaliämie kann zu Muskelschwäche und beschleunigtem Herzschlag führen, eine Hyperkaliämie zu Muskelschwäche und verlangsamtem Herzschlag. Stark erhöhte Werte können Herzrhythmusstörungen auslösen; dann ist laut IQWiG schnelle ärztliche Hilfe nötig. Eine Prüfungsfalle steckt schon im Referenzbereich: Im Plasma und im Serum gelten unterschiedliche Bereiche. Ein Wert lässt sich nur zusammen mit dem Messmaterial und dem Referenzbereich des Labors beurteilen.
Kreatinin
Kreatinin entsteht im Muskelstoffwechsel und wird über die Nieren ausgeschieden. Ein erhöhter Wert weist darauf hin, dass weniger Kreatinin ausgeschieden wird, häufig weil die Nieren nicht gut arbeiten. Mögliche Ursachen reichen von chronischer Nierenerkrankung, oft infolge von Diabetes oder Bluthochdruck, über Nierenentzündungen bis zu Reaktionen auf Medikamente oder Kontrastmittel. Es gibt auch Ursachen außerhalb der Niere: Flüssigkeitsmangel, viel Muskelmasse, sehr fleischreiche Ernährung oder größere Muskelverletzungen.
Die wichtigste Prüfungsfalle: Laut IQWiG steigt Kreatinin erst deutlich an, wenn die Nieren etwa die Hälfte ihrer Funktion verloren haben. Ein normaler Wert schließt eine beginnende Nierenschwäche also nicht aus. Ergänzende Untersuchungen wie die Kreatinin-Clearance oder ein Ultraschall der Nieren können dann sinnvoll sein. Erniedrigte Werte haben meist wenig Bedeutung, etwa bei geringer Muskelmasse oder in der Schwangerschaft.
CRP: der Entzündungsmarker
Ein erhöhtes CRP weist auf eine Entzündung hin; je höher der Wert, desto stärker meist die Entzündung. Bakterielle Infektionen führen laut IQWiG meist zu deutlicheren Anstiegen als virale. Der Wert ist aber unspezifisch: Er sagt nicht, wo die Entzündung sitzt. Auch eine starke körperliche Belastung wie ein Marathon kann ihn durch Muskelschäden vorübergehend erhöhen. Alter, Körpergewicht, Rauchen und Hormonpräparate beeinflussen den Wert ebenfalls. Erniedrigte Werte haben keine diagnostische Bedeutung.
HbA1c: das Blutzuckergedächtnis
Das HbA1c zeigt, wie hoch der Blutzucker im Mittel in den letzten etwa 8 bis 12 Wochen war. Werte unter 5,7 % sprechen gegen einen Diabetes, 5,7 bis 6,4 % zeigen ein erhöhtes Risiko, ab 6,5 % spricht man von Diabetes. Für die Diagnose sind laut IQWiG mindestens zwei Messungen nötig, weil die Werte schwanken können. Prüfungsrelevant sind die Störfaktoren: Ein beschleunigter Abbau roter Blutkörperchen kann das HbA1c trotz normaler Blutzuckerwerte senken. Nach Entfernung der Milz oder bei Vitamin-B12- oder Folsäuremangel kann es trotz normalem Blutzucker erhöht sein. Der Zielwert bei bekanntem Diabetes wird individuell ärztlich festgelegt.
ALAT (GPT): ein Blick auf die Leber
Die Alanin-Aminotransferase heißt auch GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) oder ALT. In der Prüfung tauchen alle drei Namen auf. Erhöhte Werte sind ein Hinweis auf eine Schädigung der Leber. Sehr hohe Werte sprechen eher für eine akute Hepatitis oder eine Vergiftung, bei Fettleber oder Leberzirrhose sind sie meist weniger stark erhöht. Auch Gallengangsverschlüsse und bestimmte Medikamente können die Werte steigen lassen, anstrengender Sport vorübergehend ebenso. Die Ursache gehört ärztlich abgeklärt. Denken Sie bei erhöhten Leberwerten auch an eine Virushepatitis und damit an das Infektionsschutzgesetz (siehe unten).
Typische Prüfungsfallen
- Referenzbereich als feste Grenze behandeln: Bereiche sind laborabhängig, und gesunde Menschen können außerhalb liegen. Maßgeblich ist der Befund des jeweiligen Labors.
- Einen Einzelwert überbewerten: Laborwerte werden immer zusammen mit Beschwerden, Anamnese und Untersuchung beurteilt.
- Normales Kreatinin mit gesunder Niere gleichsetzen: Der Wert steigt erst bei etwa halbierter Nierenfunktion deutlich an.
- Hohes Hämoglobin immer als Erkrankung deuten: Flüssigkeitsmangel kann den Wert ebenfalls erhöhen.
- Kalium ohne Messmaterial lesen: Plasma und Serum haben unterschiedliche Referenzbereiche.
- Erhöhtes CRP einem Organ zuordnen: Der Wert zeigt eine Entzündung an, aber nicht ihren Ort.
- HbA1c ohne Störfaktoren bewerten: Veränderungen der roten Blutkörperchen können den Wert verfälschen.
- Geschlechtsunterschiede ignorieren: Bei Hämoglobin, Thrombozyten, Kreatinin und ALAT gelten für Frauen und Männer unterschiedliche Bereiche.
Viele dieser Fallen lassen sich nur lösen, wenn Sie Befunde in einen Fall einordnen. Wie Sie von einem Symptom zur Verdachtsdiagnose kommen, beschreibt der Beitrag Differentialdiagnostik für Heilpraktiker.
Rechtslage: Was dürfen Heilpraktiker in der Labordiagnostik?
Die Rechtslage ist vielschichtig. Die folgenden Punkte geben einen Überblick, ersetzen aber keine Rechtsberatung. Klären Sie Einzelfragen vor der Praxiseröffnung mit Ihrem Gesundheitsamt.
Grundsatz: Diagnostik gehört zur Heilkunde
Nach § 1 Heilpraktikergesetz ist Ausübung der Heilkunde jede berufs- oder gewerbsmäßige Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden. Die Feststellung, also die Diagnostik, ist damit ausdrücklich Teil der Heilkunde. Mit der Heilpraktikererlaubnis ist Diagnostik grundsätzlich zulässig, soweit kein Arztvorbehalt entgegensteht.
Arztvorbehalt nach dem Infektionsschutzgesetz
Nach § 24 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz dürfen bestimmte übertragbare Krankheiten, Infektionen mit den in § 7 genannten Krankheitserregern und sonstige sexuell übertragbare Krankheiten nur durch Ärztinnen und Ärzte festgestellt oder behandelt werden. Schon die Feststellung, also auch der labordiagnostische Nachweis, ist vorbehalten. Eine Ausnahme betrifft patientennahe Schnelltests auf HIV, Hepatitis-C-Virus, SARS-CoV-2 und Treponema pallidum (Syphilis), die das Gesetz unabhängig von der beruflichen Qualifikation erlaubt. Einzelheiten zu Behandlungsverbot und Meldepflichten lesen Sie im Beitrag Infektionsschutzgesetz für Heilpraktiker.
Weitere Grenzen
- Genetische Untersuchungen: Diagnostische genetische Untersuchungen sind nach § 7 Gendiagnostikgesetz Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
- Blutentnahme für Eigenblutprodukte: Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts von 2023 fällt sie unter den Arztvorbehalt des Transfusionsgesetzes. Zur Blutentnahme und zu Injektionen allgemein lesen Sie den Beitrag Injektionen und Infusionen für Heilpraktiker.
Einen Gesamtüberblick über die Vorbehalte gibt der Beitrag Was darf ein Heilpraktiker nicht?
Qualitätssicherung bei eigenen Laboruntersuchungen
Wer laboratoriumsmedizinische Untersuchungen selbst durchführt, muss nach § 10 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung vor Aufnahme dieser Tätigkeit ein Qualitätssicherungssystem einrichten. Eine ordnungsgemäße Qualitätssicherung wird vermutet, wenn die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (Rili-BÄK) beachtet wird. Die Unterlagen sind grundsätzlich fünf Jahre aufzubewahren. Die Vorschrift knüpft an die Tätigkeit an, nicht an einen bestimmten Beruf.
Und in der Prüfung?
Die Prüfungskommission will sehen, dass Sie Befunde verstehen und daraus die richtigen Schlüsse für Ihr Handeln ziehen. Dazu gehört vor allem, zu erkennen, wann ein Befund eine ärztliche Abklärung oder sogar sofortige Hilfe erfordert: etwa ein stark erhöhtes Kalium, Zeichen einer Blutung bei niedrigem Hämoglobin oder ein Hinweis auf eine meldepflichtige Infektion. Welche Kenntnisbereiche die Leitlinien insgesamt nennen, lesen Sie im Beitrag Prüfungsthemen der Heilpraktikerprüfung.
Laborwerte bei ARSANIS lernen
„Laborwerte und Befundinterpretation“ ist ein fester Teil des Lehrplans der Heilpraktiker-Ausbildung bei ARSANIS, eingebettet in Anamnese, körperliche Untersuchung und Fallbeispiele. So lernen Sie Werte nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Krankheitsbildern und Differentialdiagnostik. Die Ausbildung läuft im Hybridformat über 26 Monate: dienstags von 18 bis 21 Uhr live online und einmal im Monat an einem Präsenzwochenende in Wuppertal (samstags 10 bis 18 Uhr, sonntags 10 bis 16 Uhr). Es unterrichten die Heilpraktikerinnen Kirsten Sander und Aline Fiedler. Der Einstieg ist jederzeit möglich, die Module laufen rollierend. Die Erlaubnis selbst erteilt das Gesundheitsamt nach bestandener Überprüfung.
Ihre Dozentinnen
Kirsten Sander
Heilpraktikerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Schmerztherapeutin und Darmtrainerin. Mit der doppelten Zulassung zeigt sie, wie Sie körperliche Symptome von psychischen Ursachen sicher abgrenzen.
Aline Fiedler
Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten Injektions- und Infusionstechniken und ganzheitliche Frauenheilkunde. Sie vermittelt praxisnahes Skills-Training am Modell, ausgerichtet auf die amtsärztliche Prüfung.
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Häufige Fragen
Muss ich für die Heilpraktikerprüfung Laborwerte auswendig können?
Die Leitlinien verlangen, dass Sie Befunde einschließlich der Laborwerte verstehen und bewerten können. Sinnvoll ist es, die Größenordnung wichtiger Parameter zu kennen und vor allem zu wissen, was eine Abweichung bedeuten kann. Da Referenzbereiche laborabhängig sind, zählt das Verständnis mehr als die exakte Zahl.
Warum stehen auf Befunden unterschiedliche Normalwerte?
Labore arbeiten mit unterschiedlichen Testverfahren und geben deshalb eigene Referenzbereiche an. Maßgeblich ist der Bereich auf dem jeweiligen Befund. Bei manchen Werten unterscheiden sich die Bereiche zudem nach Geschlecht, Alter oder Messmaterial, etwa bei Kalium zwischen Plasma und Serum.
Dürfen Heilpraktiker Blut untersuchen lassen?
Diagnostik gehört zur Heilkunde und ist mit der Heilpraktikererlaubnis grundsätzlich zulässig. Es gibt aber Arztvorbehalte, vor allem nach § 24 Infektionsschutzgesetz: Bestimmte Infektionskrankheiten dürfen nur Ärztinnen und Ärzte feststellen. Ausgenommen sind patientennahe Schnelltests auf HIV, Hepatitis C, SARS-CoV-2 und Syphilis. Wer selbst Laboruntersuchungen durchführt, braucht ein Qualitätssicherungssystem.
Schließt ein normales Kreatinin eine Nierenerkrankung aus?
Nein. Kreatinin steigt erst deutlich an, wenn die Nieren etwa die Hälfte ihrer Funktion verloren haben. Ein normaler Wert schließt eine beginnende Nierenschwäche deshalb nicht aus.
Was zeigt der HbA1c-Wert?
Den durchschnittlichen Blutzucker der letzten etwa 8 bis 12 Wochen. Ab 6,5 % spricht man von Diabetes, 5,7 bis 6,4 % zeigen ein erhöhtes Risiko. Für eine Diagnose sind mindestens zwei Messungen nötig, und Veränderungen der roten Blutkörperchen können den Wert verfälschen.
Laborwerte wirken auf den ersten Blick wie eine endlose Zahlenliste. Für die Prüfung kommt es auf etwas anderes an: Sie kennen die wichtigsten Parameter und ihre Größenordnung, Sie wissen, dass Referenzbereiche laborabhängig sind, und Sie erkennen, wann ein Befund eine ärztliche Abklärung braucht. Wer dazu die rechtlichen Grenzen kennt, ist für Fragen zu Laborwerten gut aufgestellt.






