Kontraindikationen: Wann keine Massage?
Eine Massage gilt zu Recht als sanfte und risikoarme Anwendung. Ganz ohne Risiko ist sie aber nicht. Es gibt Situationen, in denen eine Massage schaden kann oder in denen zuerst eine Ärztin oder ein Arzt klären muss, was hinter einer Beschwerde steckt. Diese Situationen nennt man Kontraindikationen, auf Deutsch Gegenanzeigen. Wer Wellness- und Entspannungsmassagen anbietet, muss sie kennen und vor jeder Massage gezielt danach fragen.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick: welche Gegenanzeigen in Fachquellen genannt werden, worauf bei Thrombose-Verdacht und in der Schwangerschaft zu achten ist, wie ein Vorgespräch vor der Wellnessmassage aufgebaut sein kann und wo die rechtliche Grenze zur Heilkunde verläuft. Er ersetzt keine Ausbildung und keine ärztliche Beratung. Was den Beruf insgesamt ausmacht, beschreibt der Beitrag Berufsbild Massagetherapeut.
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Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Warum Kontraindikationen so wichtig sind
Das US-amerikanische National Center for Complementary and Integrative Health schätzt das Risiko schädlicher Wirkungen von Massagen als gering ein. Es nennt aber seltene Berichte über ernste Nebenwirkungen: ein Blutgerinnsel, eine Nervenverletzung oder einen Knochenbruch. Ein Teil dieser Fälle betraf kräftige Massageformen wie die Tiefengewebsmassage oder Menschen mit erhöhtem Verletzungsrisiko, etwa ältere Menschen.
Daraus folgen zwei Dinge. Erstens: Die meisten Massagen verlaufen ohne Probleme. Zweitens: Die seltenen ernsten Zwischenfälle lassen sich zu einem großen Teil vermeiden, wenn vorher gefragt wird und im Zweifel nicht massiert wird. Gegenanzeigen zu kennen, ist deshalb keine Formsache, sondern Teil der Sorgfalt, die Kundinnen und Kunden zu Recht erwarten.
Zwei Arten von Gegenanzeigen
In Fachquellen werden Gegenanzeigen häufig in zwei Gruppen eingeteilt:
- Allgemeine (systemische) Gegenanzeigen betreffen den ganzen Körper. Dann wird gar nicht massiert, zum Beispiel bei Fieber.
- Örtliche (lokale) Gegenanzeigen betreffen eine bestimmte Körperstelle. Dann wird diese Stelle ausgespart, zum Beispiel eine frische Narbe oder eine entzündete Hautpartie.
Für die Wellnesspraxis kommt eine dritte Kategorie hinzu: Situationen, in denen Sie nur nach ärztlicher Rücksprache massieren. Das betrifft etwa Menschen mit bekannten Vorerkrankungen, bei denen Sie nicht selbst einschätzen können oder dürfen, ob eine Massage geeignet ist.
Die wichtigsten Gegenanzeigen im Überblick
Die folgende Tabelle fasst Gegenanzeigen zusammen, die in medizinischen Fachlexika und Patienteninformationen genannt werden. Sie ist eine Orientierung, keine vollständige Liste.
| Situation | Art | Vorgehen in der Wellnesspraxis |
|---|---|---|
| Fieber, fieberhafte Infekte, Infektionskrankheiten | allgemein | nicht massieren, Termin verschieben |
| bekannte oder vermutete Thrombose, Venenentzündung | allgemein bzw. örtlich | nicht massieren, bei Verdacht ärztliche Abklärung, bei Atemnot Notruf 112 |
| offene Wunden, Hautausschlag, entzündete Haut | örtlich | Stelle aussparen, bei größeren Flächen nicht massieren |
| frische Verletzungen, Muskelrisse, Knochenbrüche | örtlich | nicht massieren, ärztliche Freigabe abwarten |
| frische Narben | örtlich | Stelle aussparen |
| ausgeprägte Krampfadern | örtlich | Bereich aussparen, keine kräftigen Griffe an den Beinen |
| Einnahme gerinnungshemmender Medikamente | allgemein | nur nach ärztlicher Rücksprache, kein kräftiger Druck |
| ausgeprägte Osteoporose | allgemein | nur nach ärztlicher Rücksprache |
| Krebserkrankung, laufende Krebstherapie | allgemein | nur nach ärztlicher Rücksprache |
| Risikoschwangerschaft | allgemein | nur nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Hebamme |
Gegenanzeigen im Einzelnen
Fieber und Infekte
Fieberhafte Erkrankungen und Infektionskrankheiten werden in Fachlexika als allgemeine Gegenanzeige genannt. Auch Patienteninformationen britischer Kliniken führen erhöhte Temperatur als Grund auf, nicht zu massieren. Für die Praxis gilt: Wer sich krank fühlt oder Fieber hat, bekommt einen neuen Termin. Das schützt die Person selbst, Sie und Ihre nächsten Kundinnen und Kunden.
Akute Entzündungen und Hautveränderungen
Entzündete Haut, Ausschläge und entzündliche Hauterkrankungen wie Ekzeme gelten als örtliche Gegenanzeige. Gleiches gilt für akute Entzündungen im Gewebe, die sich zum Beispiel durch Rötung, Schwellung, Überwärmung und Schmerz zeigen. Massage und Öl können solche Stellen reizen. Sie sparen den Bereich aus. Ist die Veränderung großflächig oder unklar, wird nicht massiert und eine ärztliche Abklärung empfohlen.
Thrombose oder Thrombose-Verdacht
Die Thrombose ist die Gegenanzeige mit dem ernstesten Risiko. Ein Blutgerinnsel in einer tiefen Vene kann sich lösen, mit dem Blutstrom in die Lunge gelangen und dort ein Gefäß verschließen. Diese Lungenembolie ist eine lebensbedrohliche Komplikation. Akute Thrombosen und Venenentzündungen werden deshalb in Fachquellen als Gegenanzeige genannt, ebenso eine kürzlich zurückliegende Thrombose.
Das Gesundheitsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beschreibt typische Anzeichen einer tiefen Venenthrombose. Sie treten meist nur auf einer Seite auf:
- großflächige Schmerzen im Bein oder in der Hüfte
- Druckempfindlichkeit
- Schwellung und Spannungsgefühl
- warme, gerötete Haut
- Muskelkrämpfe
Bemerken Sie solche Zeichen an einem Bein, massieren Sie nicht und empfehlen eine zeitnahe ärztliche Abklärung. Treten plötzliche Atemnot, Brustschmerzen beim Einatmen, Herzrasen, Schwindel oder Ohnmacht auf, ist das ein Notfall: Rufen Sie den Notruf 112. Zu den Risikofaktoren für eine Thrombose zählen unter anderem längere Bettruhe, größere Operationen, frühere Thrombosen, Krebserkrankungen, Schwangerschaft, hormonelle Verhütung und lange Reisen im Sitzen. Wenn eine Kundin oder ein Kunde von solchen Umständen berichtet, fragen Sie genauer nach.
Offene Wunden und frische Narben
Offene oder nässende Hautstellen werden nicht massiert. Sie sind eine Eintrittspforte für Keime, und Druck oder Öl können die Heilung stören. Auch frische Narben, etwa nach einer Operation, werden ausgespart, bis die Heilung abgeschlossen ist und eine ärztliche Freigabe vorliegt.
Frische Verletzungen
Frische Verletzungen des Bewegungsapparats wie Zerrungen, Muskelrisse, Prellungen oder Knochenbrüche sind eine örtliche Gegenanzeige. Für Knochenbrüche nennt ein medizinisches Fachlexikon einen Zeitraum bis zur sechsten Woche. Ob und wann danach wieder massiert werden kann, entscheidet nicht die Massagetherapeutin, sondern die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Blutverdünnung, Osteoporose, Krampfadern
Wer gerinnungshemmende Medikamente einnimmt, bekommt leichter Blutergüsse. Bei ausgeprägter Osteoporose ist der Knochen weniger belastbar. Beide Situationen werden in Fachquellen als Gegenanzeige genannt. Ausgeprägte Krampfadern gelten als örtliche Gegenanzeige. In allen drei Fällen gilt für die Wellnesspraxis: kein kräftiger Druck, betroffene Bereiche aussparen und im Zweifel vorher ärztlich klären lassen, ob eine sanfte Massage infrage kommt.
Krebserkrankungen
Nach Einschätzung des NCCIH kann Massage mit angemessenen Vorsichtsmaßnahmen Teil der unterstützenden Versorgung bei Krebs sein, wobei an empfindlichen Stellen weniger Druck angewendet werden muss. Für die Wellnesspraxis heißt das nicht, dass Sie solche Massagen ohne Weiteres anbieten. Bei einer bekannten Krebserkrankung oder laufenden Behandlung massieren Sie nur nach Rücksprache mit dem Behandlungsteam.
Schwangerschaft
Schwangerschaft ist keine Krankheit, und viele Schwangere empfinden eine Massage als wohltuend. Es gibt aber Besonderheiten. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2021 hat randomisierte Studien zur Entspannungsmassage in der Schwangerschaft ausgewertet. Die Autoren nennen als wichtigste Sorgen, Schwangerschaftskomplikationen zu verstärken oder eine Thrombose auszulösen. Ihre Empfehlungen:
- Frauen mit schwieriger Schwangerschaft oder vorbestehenden Komplikationen nur nach Rücksprache massieren.
- Tiefe Gewebemassage vermeiden, an den Beinen keine kräftigen Griffe.
- Nicht in Bauchlage massieren, nicht längere Zeit in Rückenlage liegen lassen, um ein Vena-cava-Kompressionssyndrom zu vermeiden. Geeignet sind Seitenlage oder Sitzen.
- Den Bauch nicht massieren.
Zum ersten Schwangerschaftsdrittel macht die Übersichtsarbeit keine Aussage: Alle Studienteilnehmerinnen waren mindestens in der 12. Woche. Ein medizinisches Fachlexikon nennt Risikoschwangerschaften als allgemeine Gegenanzeige. Für die Wellnesspraxis ist es deshalb sinnvoll, Schwangere vor der ersten Massage zu bitten, mit ihrer Ärztin, ihrem Arzt oder ihrer Hebamme Rücksprache zu halten.
Einzelne Spezialtechniken haben zusätzliche Gegenanzeigen. Bei der Hot-Stone-Massage spielt zum Beispiel die Wärme eine Rolle, bei der Breuß-Massage das verwendete Johanniskrautöl. Die Einzelheiten finden Sie in den jeweiligen Beiträgen.
Das Vorgespräch vor der Wellnessmassage
Gegenanzeigen erkennen Sie nur, wenn Sie danach fragen. Ein kurzes, strukturiertes Vorgespräch gehört deshalb vor jede erste Massage und, in kürzerer Form, vor jeden weiteren Termin. Im Wellnessbereich spricht man dabei von Anamnese im Sinne einer Befragung, nicht von einer medizinischen Untersuchung.
Fragen, die dazugehören
- Wie fühlen Sie sich heute? Haben Sie Fieber oder einen Infekt?
- Haben Sie frische Verletzungen, Operationen oder Narben?
- Hatten Sie schon einmal eine Thrombose oder eine Venenentzündung?
- Haben Sie Hautveränderungen, Ausschläge oder offene Stellen?
- Nehmen Sie Medikamente ein, insbesondere blutverdünnende Mittel?
- Gibt es bekannte Erkrankungen, zum Beispiel des Herzens, der Knochen oder eine Krebserkrankung?
- Sind Sie schwanger?
- Haben Sie Allergien, etwa gegen Öle oder Duftstoffe?
Was Sie mit den Antworten tun
Ein Fragebogen hilft, nichts zu vergessen. Die Angaben sind vertraulich und werden sorgfältig aufbewahrt. Lassen Sie die Kundin oder den Kunden den Bogen unterschreiben und aktualisieren Sie ihn, wenn sich etwas ändert. Patienteninformationen britischer Kliniken empfehlen zudem, vor einer Massage keine schwere Mahlzeit zu essen und 24 Stunden vorher auf Alkohol zu verzichten. Wer deutlich alkoholisiert zum Termin kommt, wird nicht massiert.
Wichtig ist auch, während der Massage aufmerksam zu bleiben. Klagt jemand über plötzliche Schmerzen, Schwindel oder Unwohlsein, unterbrechen Sie die Massage. Im Zweifel gilt immer: lieber einmal zu viel verschieben als einmal zu viel massieren.
Die Grenze zur Heilkunde
Gegenanzeigen zu kennen, bedeutet nicht, Krankheiten festzustellen. Hier verläuft eine rechtliche Grenze, die Sie kennen müssen.
Nach § 1 Absatz 1 des Heilpraktikergesetzes braucht eine Erlaubnis, wer die Heilkunde ausüben will, ohne als Arzt bestallt zu sein. Ausübung der Heilkunde ist nach Absatz 2 jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen. Für Massagetherapeutinnen und Massagetherapeuten ohne Approbation oder Heilpraktikererlaubnis heißt das:
- Sie stellen keine Diagnosen. Sie dürfen bemerken, dass ein Bein geschwollen ist. Sie sagen aber nicht „Das ist eine Thrombose“, sondern „Das sollten Sie bitte ärztlich abklären lassen, bevor ich massiere.“
- Sie behandeln keine Beschwerden. Eine Wellnessmassage dient der Entspannung gesunder Menschen, nicht der Linderung von Rückenschmerzen oder anderen Erkrankungen.
- Sie entscheiden nicht über medizinische Freigaben. Ob nach einer Verletzung, Operation oder Thrombose wieder massiert werden darf, beurteilt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Was Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker in diesem Zusammenhang dürfen und was nicht, erklären die Beiträge Was darf ein Heilpraktiker? und Was darf ein Heilpraktiker nicht?
Weiterverweisen: freundlich und klar
Eine Massage abzulehnen, fällt vielen schwer, vor allem, wenn sich die Kundin auf den Termin gefreut hat. Es hilft, die Absage als Fürsorge zu formulieren und nicht als Misstrauen. Einige Beispiele:
- „Mit Fieber tut Ihnen eine Massage nicht gut. Lassen Sie uns einen neuen Termin finden, wenn Sie wieder fit sind.“
- „Ihr Bein ist auf einer Seite geschwollen und warm. Das möchte ich nicht massieren. Bitte lassen Sie das heute noch ärztlich anschauen.“
- „Bei blutverdünnenden Medikamenten möchte ich vorher wissen, ob Ihre Ärztin keine Bedenken hat. Fragen Sie doch beim nächsten Besuch nach.“
Wer klar und ruhig erklärt, warum heute nicht massiert wird, gewinnt in der Regel Vertrauen statt es zu verlieren. Wie der Weg in den Beruf insgesamt aussieht, lesen Sie im Beitrag Wie werde ich Massagetherapeut?
Kontraindikationen bei ARSANIS lernen
In der Massage-Ausbildung bei ARSANIS sind Indikationen und Kontraindikationen ein eigenes Thema im Lehrplan, gleich nach Anatomie und Physiologie. Ebenfalls eigene Themen sind Gesetzeskunde, Berufsbild und Berufsbezeichnung sowie Hygienevorschriften und Arbeitsplatzgestaltung. Darauf bauen die klassische Massage und die Spezialtechniken auf, von der Aromaölmassage bis zu den Grundlagen der manuellen Lymphdrainage.
Die Ausbildung findet in Präsenz statt, in Wuppertal und Essen, alle 14 Tage abends von 18 bis 21 Uhr. Sie dauert 10 Monate und umfasst 75 Unterrichtseinheiten. Der Einstieg ist jederzeit möglich, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Die Ausbildung schließt mit dem ARSANIS-Zertifikat ab. Es ist kein staatlicher Abschluss und keine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde. „Massagetherapeut/in“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Die Ausbildung qualifiziert für Massagen im Wellness-, Entspannungs- und Präventionsbereich und ersetzt keine medizinische Behandlung.
Ihre Dozentin
Bianca Sontowski – Ihre Dozentin in der Massage-Ausbildung
Staatlich examinierte Physiotherapeutin und Heilpraktikerin (sektoral, Physiotherapie), seit fünfzehn Jahren als Physiotherapeutin tätig, mit den Schwerpunkten Manual- und Sportphysiotherapie. Sie zeigt jeden Griff, lässt ihn unter Anleitung üben und korrigiert direkt am Kursplatz.
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Häufige Fragen
Was sind Kontraindikationen bei einer Massage?
Kontraindikationen oder Gegenanzeigen sind Situationen, in denen nicht oder nur an bestimmten Stellen massiert werden sollte, weil die Massage schaden könnte. Dazu gehören zum Beispiel Fieber, akute Entzündungen, eine Thrombose oder ein Thrombose-Verdacht, offene Wunden und frische Verletzungen.
Warum darf man bei Thrombose nicht massieren?
Ein Blutgerinnsel in einer tiefen Vene kann sich lösen und in die Lunge gelangen. Diese Lungenembolie ist lebensbedrohlich. Bei Anzeichen wie einseitiger Schwellung, Schmerzen und Überwärmung eines Beins wird nicht massiert, sondern eine ärztliche Abklärung empfohlen. Bei plötzlicher Atemnot gilt: Notruf 112.
Darf man Schwangere massieren?
Bei unkomplizierter Schwangerschaft ist eine sanfte Entspannungsmassage möglich, in Seitenlage oder im Sitzen, ohne Bauchmassage und ohne kräftige Griffe an den Beinen. Bei Risikoschwangerschaft oder Komplikationen nur nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Hebamme. Für die Wellnesspraxis ist eine Rücksprache vor der ersten Massage sinnvoll.
Was gehört in das Vorgespräch vor einer Wellnessmassage?
Fragen nach dem aktuellen Befinden, Fieber, Verletzungen, Operationen, Thrombosen, Hautveränderungen, Medikamenten, bekannten Erkrankungen, Schwangerschaft und Allergien. Ein unterschriebener Fragebogen hilft, nichts zu vergessen.
Darf ich als Massagetherapeut sagen, was jemand hat?
Nein. Die Feststellung von Krankheiten gehört zur Heilkunde und braucht eine Approbation oder Heilpraktikererlaubnis. Sie dürfen Auffälligkeiten ansprechen und eine ärztliche Abklärung empfehlen, aber keine Diagnose stellen.
Kontraindikationen zu kennen, ist Teil eines verantwortungsvollen Massageangebots. Ein gründliches Vorgespräch, ein wacher Blick während der Massage und der Mut, im Zweifel abzusagen und an eine Ärztin oder einen Arzt zu verweisen, schützen Ihre Kundinnen und Kunden und Sie selbst. So bleibt die Wellnessmassage, was sie sein soll: eine wohltuende Auszeit für gesunde Menschen.





