Psychopharmaka für die HPP-Prüfung

Als Heilpraktiker für Psychotherapie verordnen Sie keine Medikamente. Trotzdem gehört die Pharmakologie zum Prüfungsstoff, und das aus gutem Grund: Viele Menschen, die in Ihre Praxis kommen, nehmen bereits Psychopharmaka ein. Sie müssen erkennen können, wann eine Beschwerde eine Nebenwirkung sein könnte, wann ein Notfall vorliegt und wo Ihre Befugnis endet. In diesem Artikel gehen wir die wichtigsten Wirkstoffgruppen durch: Antidepressiva, Antipsychotika, Benzodiazepine, Lithium und Stimulanzien. Zu jeder Gruppe finden Sie Wirkprinzip, typische Nebenwirkungen und die Punkte, an denen in der Überprüfung gern nachgefragt wird.

Sie möchten Ihre Situation lieber persönlich besprechen? Buchen Sie ein kostenloses Beratungsgespräch oder fordern Sie unser Infomaterial an.

Kurstermine ansehen & buchenKostenloses Infomaterial anfordernKostenloses Beratungsgespräch buchen

Ihre Rolle: wissen, erkennen, weiterleiten

Bevor es um einzelne Substanzen geht, die wichtigste Regel vorweg. Als Heilpraktiker für Psychotherapie

  • verordnen Sie keine Medikamente und empfehlen keine bestimmten Präparate,
  • raten Sie nie dazu, ein Medikament abzusetzen, die Dosis zu ändern oder es anders einzunehmen, auch dann nicht, wenn Ihr Klient über Nebenwirkungen klagt,
  • verweisen Sie bei Fragen zur Medikation an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt,
  • erkennen Sie Warnzeichen, die eine sofortige ärztliche Versorgung erfordern, und veranlassen diese.

Das ARSANIS-Skript fasst es so zusammen: nicht verschreiben, nicht empfehlen, aber über Wirkung und Nebenwirkungen Bescheid wissen. Genau diese Haltung erwartet auch das Gesundheitsamt. Eine Antwort wie „Dann würde ich das Medikament erst einmal weglassen“ ist in der mündlichen Prüfung ein schwerer Fehler.

Überblick: die wichtigsten Wirkstoffgruppen

Die folgende Tabelle zeigt die Gruppen, die Sie für die Überprüfung sicher kennen sollten. Die Beispiele sind Wirkstoffnamen, keine Handelsnamen.

Wirkstoffgruppe Beispiele Einsatz (Auswahl) Typische Nebenwirkungen
SSRI Citalopram, Escitalopram, Sertralin, Paroxetin, Fluoxetin Depression, Angststörungen, Zwangsstörung Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, sexuelle Funktionsstörungen
SNRI Venlafaxin, Duloxetin Depression, Panikstörung, generalisierte Angststörung Übelkeit, Mundtrockenheit, bei hohen Dosen erhöhter Blutdruck
Trizyklische Antidepressiva Amitriptylin, Imipramin, Clomipramin, Doxepin Depression, Schlafstörungen, Schmerzsyndrome Mundtrockenheit, Verstopfung, Benommenheit, Gewichtszunahme, Blutdruckabfall beim Aufstehen
MAO-Hemmer Tranylcypromin, Moclobemid Depression, soziale Phobie (Moclobemid nur nachrangig) Schlaflosigkeit, Übelkeit, Schwindel; Gefahr einer Blutdruckkrise
Typische Antipsychotika Haloperidol, Melperon, Pipamperon Psychosen, Erregungszustände, Manie Bewegungsstörungen (EPS), Spätdyskinesien
Atypische Antipsychotika Risperidon, Quetiapin, Olanzapin, Clozapin Schizophrenie, Manie Gewichtszunahme, Stoffwechselstörungen; Clozapin: Blutbildschäden
Benzodiazepine Lorazepam, Diazepam akute Angst- und Erregungszustände, kurzfristig Müdigkeit, Konzentrationsstörung, Sturzgefahr, Abhängigkeit
Stimmungsstabilisierer Lithium; Valproinsäure, Lamotrigin, Carbamazepin Phasenprophylaxe bei bipolarer Störung Lithium: Durst, Händezittern, Gewichtszunahme; enge therapeutische Breite
Stimulanzien Methylphenidat ADHS Appetitverlust, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen

Antidepressiva

Wirkprinzip

Antidepressiva erhöhen die Verfügbarkeit von Botenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt. Das geschieht entweder, indem die Wiederaufnahme in die Nervenzelle gehemmt wird (SSRI, SNRI, Trizyklika), oder indem das Enzym Monoaminoxidase gehemmt wird, das diese Botenstoffe abbaut (MAO-Hemmer). Eingesetzt werden sie nicht nur bei Depressionen, sondern auch bei Angst- und Zwangsstörungen.

SSRI und SNRI

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie Citalopram, Escitalopram oder Sertralin gelten als die wichtigsten Antidepressiva und als besser verträglich als die älteren Trizyklika. Typische Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und sexuelle Funktionsstörungen. Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Venlafaxin und Duloxetin wirken auf beide Botenstoffe. Hier kommen Mundtrockenheit und bei hohen Dosen ein erhöhter Blutdruck hinzu.

Trizyklische Antidepressiva

Die Trizyklika (zum Beispiel Amitriptylin, Imipramin, Clomipramin) sind die ältere Generation. Sie wirken weniger gezielt und blockieren zusätzlich andere Rezeptoren. Daraus ergeben sich die typischen „anticholinergen“ Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen, verschwommenes Sehen, dazu Benommenheit, Gewichtszunahme und Blutdruckabfall beim Aufstehen. Eine Überdosierung kann zu einer schweren, möglicherweise lebensbedrohlichen Vergiftung führen. Manche Trizyklika wie Amitriptylin wirken stark dämpfend und werden deshalb auch bei Schlafstörungen eingesetzt.

MAO-Hemmer

MAO-Hemmer blockieren den Abbau von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Prüfungsrelevant ist vor allem der irreversible MAO-Hemmer Tranylcypromin: Wer ihn einnimmt, muss sich tyraminarm ernähren. Tyramin steckt vor allem in fermentierten Lebensmitteln, etwa in gereiftem Käse oder Sauerkraut. Wird es nicht abgebaut, kann es den Blutdruck stark ansteigen lassen, im schlimmsten Fall bis zu einer hypertensiven Krise mit Hirnblutung. Gefährlich sind außerdem Kombinationen mit anderen serotonerg wirkenden Mitteln, weil ein Serotonin-Syndrom droht.

Wirkbeginn: warum Geduld zur Behandlung gehört

Antidepressiva wirken nicht sofort. Die S3-Leitlinie Angststörungen nennt eine Wirklatenz von etwa zwei Wochen, mit einer Spanne von einer bis sechs Wochen. Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Unipolare Depression empfiehlt, die Wirksamkeit etwa drei bis vier Wochen nach Erreichen der Standarddosis zu beurteilen. Bei Zwangsstörungen dauert es noch länger: Laut Patientenleitlinie zur S3-Leitlinie Zwangsstörungen zeigt sich ein Effekt frühestens nach vier Wochen, und die Medikamente brauchen mindestens sechs bis acht Wochen.

Zwei Punkte sind für Ihre Arbeit wichtig. Erstens: Zu Beginn einer antidepressiven Behandlung kann sich der Antrieb bessern, bevor die Stimmung sich aufhellt. In dieser Phase ist besonders auf Suizidalität zu achten (mehr dazu im Beitrag zur Suizidalität in der HPP-Prüfung). Zweitens: Antidepressiva machen nicht abhängig wie Benzodiazepine, beim Absetzen kann aber ein Absetzsyndrom auftreten. Deshalb wird ärztlich langsam ausgeschlichen. Nach Abklingen der Beschwerden wird die Behandlung meist noch über Monate fortgeführt; bei Angststörungen nennt die S3-Leitlinie sechs bis zwölf Monate nach Remission.

Antipsychotika (Neuroleptika)

Antipsychotika werden vor allem bei Schizophrenie, anderen Psychosen, akuter Manie und schweren Erregungszuständen eingesetzt. Der Begriff „Neuroleptika“ wird oft gleichbedeutend verwendet, gilt aber als älter. Ihr Hauptwirkprinzip ist die Blockade von Dopaminrezeptoren. Weil Dopamin auch für die Steuerung von Bewegungen wichtig ist, erklären sich daraus die typischen Bewegungsstörungen.

Typisch und atypisch

  • Typische Antipsychotika (1. Generation): Man unterscheidet nach Potenz. Hochpotente wie Haloperidol wirken stark antipsychotisch und wenig dämpfend, niedrigpotente wie Melperon oder Pipamperon eher beruhigend als antipsychotisch. Bewegungsstörungen treten unter den typischen Mitteln häufiger auf.
  • Atypische Antipsychotika (2. Generation): etwa Risperidon, Quetiapin, Olanzapin, Clozapin. Sie verursachen seltener Bewegungsstörungen, dafür häufiger Gewichtszunahme und Stoffwechselveränderungen.
  • Depotpräparate: werden in Abständen von mehreren Wochen gespritzt, zum Beispiel wenn die regelmäßige Tabletteneinnahme schwierig ist.

Extrapyramidal-motorische Störungen (EPS)

  • Frühdyskinesien: plötzliche Muskelverkrampfungen, etwa Blickkrämpfe, Zungen- oder Schlundkrämpfe, meist in der ersten Behandlungswoche. Laut psychenet betreffen sie bis zu 30 Prozent der Behandelten und sind gut behandelbar.
  • Parkinsonoid: Zittern, Muskelsteifigkeit, verminderte Mimik, kleinschrittiger Gang, typischerweise innerhalb der ersten 30 Tage bei 15 bis 30 Prozent.
  • Akathisie: quälende Sitz- und Bewegungsunruhe, im ersten Behandlungsjahr bei etwa 20 bis 25 Prozent.
  • Spätdyskinesien (tardive Dyskinesien): unwillkürliche Bewegungen von Mund, Zunge, Kopf oder Rumpf, etwa Schmatzen oder Zungenbewegungen. Sie treten nach längerer Behandlung auf, im ersten Jahr bei 0,5 bis 5 Prozent, und können auch nach dem Absetzen bestehen bleiben.

Malignes neuroleptisches Syndrom: ein Notfall

Das maligne neuroleptische Syndrom (MNS) ist selten (laut psychenet unter 1 Prozent), aber lebensgefährlich. Es zeigt sich durch hohes Fieber, ausgeprägte Muskelsteifigkeit, Bewusstseinsveränderungen und eine Störung des vegetativen Nervensystems mit Schwitzen, Herzrasen und Blutdruckschwankungen. Es tritt meist in der Anfangszeit einer Behandlung oder nach einer Dosiserhöhung auf und wird intensivmedizinisch behandelt. Für Sie heißt das: Bei diesem Bild sofort den Notruf 112 veranlassen.

Stoffwechsel und Blutbild

Besonders unter Olanzapin und Clozapin besteht ein stark erhöhtes Risiko für Gewichtszunahme, laut psychenet bei etwa 10 bis 40 Prozent der Behandelten. Hinzu kann ein metabolisches Syndrom mit erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten kommen, weshalb Gewicht, Bauchumfang und Laborwerte regelmäßig ärztlich kontrolliert werden. Clozapin kann eine Agranulozytose auslösen, also einen gefährlichen Mangel an weißen Blutkörperchen (bei etwa 1 bis 2 Prozent). Deshalb sind regelmäßige Blutbildkontrollen notwendig, und Clozapin wird erst eingesetzt, wenn mindestens zwei andere Antipsychotika nicht gewirkt haben oder nicht vertragen wurden.

Benzodiazepine

Benzodiazepine wie Lorazepam oder Diazepam wirken schnell. Das ARSANIS-Skript nutzt dafür die Eselsbrücke MASH: muskelentspannend, angstlösend (anxiolytisch), sedierend, schlaffördernd (hypnotisch). Eingesetzt werden sie bei akuten Angst- und Erregungszuständen, in der Notfallmedizin, bei Krampfanfällen und bei Katatonie.

Ihr großes Problem ist das Abhängigkeitspotenzial. Eine Handlungsempfehlung der Ärzte- und Apothekerschaft in Schleswig-Holstein nennt eine Anwendungsdauer, die grundsätzlich auf vier Wochen begrenzt ist. Wird nach längerer Einnahme abrupt abgesetzt, drohen Entzugsanfälle, delirante Zustände und starke Angst. Bei älteren Menschen erhöhen Benzodiazepine die Sturzgefahr und können das Bild einer „Scheindemenz“ erzeugen. Die S3-Leitlinie Angststörungen empfiehlt, Benzodiazepine wegen der Nebenwirkungen nicht als Standardbehandlung anzubieten; nur in Ausnahmefällen, etwa bei Gegenanzeigen gegen die Standardmedikamente, kommen sie befristet in Betracht.

Für die Praxis gilt: Wenn ein Klient berichtet, er nehme „schon seit Monaten“ ein Beruhigungsmittel und habe Angst vor dem Absetzen, ist das ein Thema für die Ärztin oder den Arzt. Sie raten weder zum Weiternehmen noch zum Absetzen.

Lithium und andere Stimmungsstabilisierer

Stimmungsstabilisierer (Phasenprophylaktika) sollen bei bipolaren Störungen neue manische oder depressive Phasen verhindern und werden über lange Zeit eingenommen. Der bekannteste Wirkstoff ist Lithium. Alternativen sind unter anderem Valproinsäure, Lamotrigin und Carbamazepin, ursprünglich Mittel gegen Epilepsie.

Lithium hat eine geringe therapeutische Breite: Zwischen wirksamer und giftiger Menge liegt wenig Spielraum. Laut Pharmazeutischer Zeitung wird zur Prophylaxe ein Serumspiegel von 0,5 bis 0,8 mmol/l angestrebt, deshalb sind regelmäßige ärztliche Blutspiegelkontrollen nötig. Lithium wird über die Nieren ausgeschieden. Ausreichendes Trinken ist deshalb wichtig. Bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR, ACE-Hemmer oder manche Entwässerungsmittel können den Lithiumspiegel erhöhen.

Typische Nebenwirkungen im Verlauf sind Durst, feines Händezittern, Müdigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Gewichtszunahme. Warnzeichen einer Vergiftung sind unter anderem Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, Muskelzuckungen, Schläfrigkeit und Apathie; im weiteren Verlauf Gangunsicherheit (Ataxie), Verwirrtheit bis hin zum Koma. Berichtet ein Klient mit Lithiumbehandlung über solche Beschwerden, ist eine sofortige ärztliche Abklärung nötig, bei Bewusstseinsstörung über den Notruf.

Stimulanzien bei ADHS

Bei ADHS wird häufig Methylphenidat eingesetzt. Es sorgt dafür, dass mehr Botenstoffe wie Dopamin und Noradrenalin zwischen den Nervenzellen verfügbar sind. Methylphenidat ist ein Betäubungsmittel und unterliegt besonderen Verschreibungsregeln. Häufige Nebenwirkungen sind Appetitverlust, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Nervosität und Herzrasen. Für die Prüfung reicht es meist, Wirkstoff, Hauptindikation und diese Nebenwirkungen zu kennen.

Typische Prüfungsfallen

  1. Kompetenz überschritten: Jede Aussage, die auf ein Absetzen, Reduzieren oder Umstellen hinausläuft, ist falsch. Richtig ist der Verweis an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt.
  2. Wirkbeginn falsch eingeschätzt: Wer sagt, ein Antidepressivum wirke „ab der ersten Tablette“, liegt daneben. Die Wirkung setzt verzögert ein.
  3. Suizidrisiko zu Behandlungsbeginn übersehen: Der Antrieb kann sich vor der Stimmung bessern.
  4. EPS verwechselt: Frühdyskinesie (Krampf, früh), Parkinsonoid (Steifigkeit, Zittern), Akathisie (Unruhe), Spätdyskinesie (unwillkürliche Mundbewegungen, spät, oft bleibend).
  5. MNS nicht als Notfall erkannt: Fieber, Muskelsteifigkeit und Bewusstseinsveränderung unter Antipsychotika bedeuten sofortige ärztliche Versorgung.
  6. Lithiumvergiftung verharmlost: Erbrechen, Schwindel, Muskelzuckungen oder Verwirrtheit unter Lithium sind Warnzeichen, keine „Magenverstimmung“.
  7. Benzodiazepine als Dauerlösung: Wegen des Abhängigkeitsrisikos sind sie für die kurzfristige Anwendung gedacht.
  8. Tyramin vergessen: Bei Tranylcypromin gehört die Ernährung zur Antwort.

Viele dieser Punkte tauchen auch als Mehrfachauswahlfragen auf. Hinweise zum Aufbau der schriftlichen Prüfung finden Sie im Beitrag Schriftliche HPP-Prüfung: Themen und Fragen, zum Üben eignet sich unser HPP-Prüfungssimulator. Wie Medikamente im Zusammenhang mit einer Diagnose abgefragt werden, sehen Sie am Beispiel der affektiven Störungen im Beitrag F3: Depression und bipolare Störung.

Prüfungsvorbereitung bei ARSANIS

Bei ARSANIS ist die Pharmakotherapie ein eigener Unterrichtsblock mit Skript, schriftlichen Übungsfragen und Fallbeispielen. Die Ausbildung bereitet auf die Überprüfung beim Gesundheitsamt vor; die Erlaubnis selbst erteilt das Gesundheitsamt nach bestandener Überprüfung. Unterrichtet wird alle 14 Tage, in Präsenz in Wuppertal, Köln und Essen oder als HPP-Ausbildung online im Live-Webinar zu festen Zeiten. Den Einstieg können Sie laufend wählen: Themenblöcke, die vor Ihrem Start liefen, holen Sie nach, sobald sie wieder an der Reihe sind.

Ihre Dozentinnen und Dozenten

Michael Kensy, Dozent für die HPP-Ausbildung live online bei ARSANIS

Michael Kensy – Ihr Dozent im Live-Online-Kurs
Heilpraktiker für Psychotherapie und Verhaltenstherapeut. Er unterrichtet die HPP-Ausbildung bei ARSANIS live online – mit Fallbesprechungen und Prüfungstraining statt Videokonserve.

Tanja Abmeier-Dunskus, Dozentin für die HPP-Ausbildung in Wuppertal

Tanja Abmeier-Dunskus – HPP in Präsenz in Wuppertal
Heilpraktikerin für Psychotherapie und Verhaltenstherapeutin. Sie unterrichtet den HPP-Präsenzkurs in Wuppertal und die KVT-Ausbildung.

Peggy Schröder, Dozentin für die HPP-Ausbildung in Essen

Peggy Schröder – HPP in Präsenz in Essen
Heilpraktikerin für Psychotherapie mit eigener Praxis in Düsseldorf. Schwerpunkte: Hypnosetherapie, humanistische Gesprächsführung und körperorientierte Ansätze.

Bereit für den nächsten Schritt?

Sehen Sie sich die aktuellen Kurstermine an, fordern Sie unser kostenloses Infomaterial an oder klären Sie Ihre Fragen in einem kostenlosen Beratungsgespräch.

Kurstermine ansehen & buchenKostenloses Infomaterial anfordernKostenloses Beratungsgespräch buchen

Häufige Fragen

Darf ich als Heilpraktiker für Psychotherapie Psychopharmaka empfehlen oder absetzen lassen?

Nein. Sie verordnen keine Medikamente, empfehlen keine Präparate und raten nie zum Absetzen oder zu einer Dosisänderung. Fragen zur Medikation gehören zur behandelnden Ärztin oder zum behandelnden Arzt.

Wie lange dauert es, bis Antidepressiva wirken?

Die Wirkung setzt verzögert ein. Die S3-Leitlinie Angststörungen nennt etwa zwei Wochen (Spanne eine bis sechs Wochen), die NVL Unipolare Depression empfiehlt, die Wirksamkeit etwa drei bis vier Wochen nach Erreichen der Standarddosis zu beurteilen. Bei Zwangsstörungen dauert es länger.

Was ist der Unterschied zwischen typischen und atypischen Antipsychotika?

Typische Antipsychotika der ersten Generation, etwa Haloperidol, verursachen häufiger Bewegungsstörungen. Atypische Antipsychotika der zweiten Generation, etwa Risperidon, Quetiapin oder Olanzapin, verursachen seltener Bewegungsstörungen, dafür häufiger Gewichtszunahme und Stoffwechselveränderungen.

Woran erkenne ich eine Lithiumvergiftung?

Warnzeichen sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Muskelzuckungen, Schläfrigkeit und Apathie, später Gangunsicherheit und Verwirrtheit bis zum Koma. Dann ist eine sofortige ärztliche Abklärung nötig.

Warum sollen Benzodiazepine nur kurz eingenommen werden?

Wegen des hohen Abhängigkeitsrisikos. Die Anwendungsdauer ist grundsätzlich auf vier Wochen begrenzt. Nach längerer Einnahme kann abruptes Absetzen zu Krampfanfällen und Delir führen, deshalb wird ärztlich begleitet ausgeschlichen.

Psychopharmaka sind für viele Prüflinge ein trockenes Thema. Wenn Sie sich pro Gruppe drei Dinge merken, nämlich Wirkprinzip, typische Nebenwirkungen und das, was Sie in der Praxis tun dürfen und was nicht, haben Sie das Gerüst, das in der schriftlichen und mündlichen Überprüfung gebraucht wird.